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Tolle Resonanz: 800 Teilnehmer auf diesem Martinszug im MK

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Von: Monika Salzmann

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Mitsing-Station am CVJN-Heim an der Mathildenstraße
Am CVJN-Heim an der Mathildenstraße war die Mitsing-Station eingerichtet. Groß und Klein war zum Singen bekannter Laternenlieder eingeladen. © Jakob Salzmann

Ob kunstvoll aus Dosen gefertigt, wie Fackeln, Flammen oder Raketen geformt, bemalt, marmoriert oder „tierisch“ herausgeputzt: Der Fantasie waren beim Laternenumzug um den Phänomenta-Turm und das CVJM-Gelände keine Grenzen gesetzt.

Lüdenscheid – Zu Sankt Martin klappte die Phänomenta am späten Donnerstagnachmittag ein lebendiges Bilderbuch auf. Gemeinsam mit dem CVJM Lüdenscheid-West ließ das Team der Phänomenta an sechs Stationen die Legende vom römischen Soldaten, der seinen Mantel teilt und einem frierenden Bettler hilft, aufleben.

Aktion soll wiederholt werden

„Komm und erlebe ein lebendiges Bilderbuch!“, lautete die Einladung an große und kleine Laternengänger, den Brauch zu pflegen und sich mit bunten Laternen auf eine Reise in die Vergangenheit zu begeben. „Ich rechne mit 800 Besuchern“, meinte Phänomenta-Geschäftsführer Torsten Schulze, der sich überwältigt von dem immensen Zuspruch zeigte. „Ich bin begeistert.“ Dass nach dem ersten Rundgang strahlende Kinder nachfragten, ob sie den Weg noch ein zweites Mal ablaufen dürften, freute ihn umso mehr.

Für Schulze hat die erste Veranstaltung dieser Art Wiederholungspotenzial. „Ein klares Ja“, kommentierte er. Um den Laternenumzug um den stimmungsvoll illuminierten Phänomenta-Turm und das CVJM-Gelände zu entzerren, war für die Veranstaltung ein dreistündiges Zeitfenster eingerichtet worden, in dem die Familien Sankt Martin und dem Bettler begegnen konnten. Zusätzlich sorgte ein Wachdienst dafür, dass es sich mit Blick auf das Pandemiegeschehen nicht allzu sehr „knubbelte“ und die Familien so gut es ging Abstand hielten. Wie der Phänomenta-Geschäftsführer erläuterte, war mit der Anmeldung die Empfehlung 3G ausgegeben worden. Den Weg vom Haupteingang der Phänomenta über die Friedhofstraße, den Sportplatz des CVJM, die Mathildenstraße und zurück auf das Phänomenta-Gelände, wo sich die Familien ihre vorbestellten Brezeln abholen, an Feuerschalen aufwärmen und ein Bratwürstchen genießen konnten, wiesen mehr als 100 am Wegrand aufgestellte Lichter. Zusammen mit den meist selbst gebastelten Laternen in vielerlei Farben und Formen boten die leuchtenden Wegweiser ein stimmungsvolles Bild. Eine Laterne war schöner als die andere. Ob kunstvoll aus Dosen gefertigt, wie Fackeln, Flammen oder Raketen geformt, bemalt, marmoriert oder „tierisch“ herausgeputzt: Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt.

Kostümiert setzten Laienschauspieler die Legende von Sankt Martin in Szene. Zusammengekauert fror da der arme Bettler auf seiner schlichten Lagerstätte. Als römischer Offizier war Sankt Martin, der spätere Bischof von Tours, standesgemäß mit einem Pferd unterwegs. Streicheln des braven Vierbeiners war erlaubt.

Texte per Beamer eingespielt

Der Begegnung von Bettler und barmherzigem Retter war eine eigene Station gewidmet. Auch das Singen bekannter Laternenlieder – angefangen bei „Ich geh mit meiner Laterne“ bis „Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind“ – kam nicht zu kurz. Für alle, die nicht textsicher waren, wurde die Texte per Beamer eingespielt. Wie Schulze erläuterte, stammte die Idee, das Martinsfest als lebendiges Bilderbuch zu feiern, von BKT-Lehrer Christian Rietzscher, mit dem die Phänomenta ansonsten in Sachen Robotik zusammenarbeitet.

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