Kernsanierung

Tödlicher Brand in Obdachlosenunterkunft im MK: Gebäude wird wieder aufgebaut

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Bei dem Brand auf der Helenenhöhe am 1. Mai war ein 71-Jähriger ums Leben gekommen.

Lüdenscheid - Die Obdachlosenunterkunft an der Leifringhauser Straße – auch Helenenhöhe genannt – muss nach dem Brand am 1. Mai teilweise kernsaniert werden.

Bei dem Feuer hatte ein 71 Jahre alter Mann sein Leben verloren. Er wurde von den Rettungsmannschaften tot in einer der Wohnungen entdeckt

Ein 52-jähriger Mieter, in dessen Zimmer das Feuer ausgebrochen war, wurde unter dem Verdacht der schweren Brandstiftung vorläufig festgenommen, drei Tage später aber wieder auf freien Fuß gesetzt. 

Das betroffene Gebäude ist nicht bewohnbar. Stadtpressesprecher Sven Prillwitz spricht von einer „wirklich großen Maßnahme“, die jetzt ansteht. Das mittlere der drei Häuser müsse bis auf den Rohbau entkernt und neu aufgebaut werden. 

Nach Brand in Lüdenscheid: Bauarbeiten bis mindestens Frühjahr 2021

Ein Sachverständiger wurde mit der Begutachtung des Schadens beauftragt und soll den Sanierungsaufwand einschätzen. Laut Sven Prillwitz geht die Stadtverwaltung davon aus, dass die Bauarbeiten mindestens bis zum Frühjahr nächsten Jahres dauern werden. 

Die Stadt hat die betroffenen Nutzer der Notunterkunft derweil in anderen Gebäuden untergebracht. 21 Männer leben jetzt in den beiden benachbarten Häusern auf der Helenenhöhe. Die haben das Feuer vergleichsweise unbeschadet überstanden. 

Acht Frauen und zwei Paare mussten nach dem Brand in die Flüchtlingsunterkunft an der Gartenstraße umziehen. 

Gegen den 52-jährigen Tatverdächtigen hatten sich nach Angaben der zuständigen Staatsanwältin Sandra Ley keine weiteren Ermittlungsansätze ergeben. Auch aktuell, erklärte die Staatsanwältin gestern, gebe es keine neuen Erkenntnisse. 

Die Ermittlungen laufen weiter.

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