Lüdenscheid

Tödlicher Autobahn-Unfall: Verbrechen ausgeschlossen

Staatsanwalt Wolfgang Rahmer

LÜDENSCHEID - Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei haben ergeben, dass der Mann, der am Sonntagmorgen gegen 1 Uhr auf der Autobahn von einem Auto erfasst und getötet wurde, keinem Verbrechen zum Opfer gefallen ist.

Danach waren Oberstaatsanwalt Wolfgang Rahmer und Experten der Spurensicherung am Montag noch einmal im Rahmen des sogenannten Todesermittlungsverfahrens vor Ort auf der Brunscheider Brücke, um Erkenntnisse zu gewinnen.

„Es liegt eindeutig keine Fremdeinwirkung vor, haben die Ermittlungen vor Ort und auch die gerichtsmedizinische Untersuchung ergeben“, sagte Polizeisprecher Norbert Pusch. „Es war ein Suizid. Der Mann ist von der Brunscheider Brücke gesprungen.“ Es handele sich um einen 28-Jährigen aus Niedersachsen. Zunächst war von einem 30-jährigen Mann die Rede gewesen. Vorausgegangen seien dem Selbstmord massive Familienstreitigkeiten auf einer Feier im Kulturhaus. Um was es dort genau ging, wer darin verwickelt war und wie der Mann dann von dort zur Brücke in Höhe der Autobahnanschlusstelle Lüdenscheid-Mitte gekommen ist, darüber konnte die Polizei gestern keinerlei Angaben machen.

Tödlicher Autobahn-Unfall wohl Suizid

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„Wir können jedenfalls ausschließen, dass es sich um ein Verbrechen handelt. Damit sind die Ermittlungen für uns abgeschlossen“, betonte Norbert Pusch. Zeugenaussagen habe es nicht gegeben.

Nach wie vor fehlen die Schuhe des Mannes. Eine erneute Suche heute Vormittag verlief ergebnislos. Die Umstände, warum der Mann letztendlich zu Fuß die 1,7 Kilometer lange Distanz gelaufen ist, müssen jetzt noch ermittelt werden.

Wie berichtet, wurde der 28-Jährige, nachdem er von der Brücke gesprungen war, von dem Wagen einer Frau erfasst, die die Sauerlandlinie in Richtung Frankfurt befuhr. Sie hatte es so wahrgenommen, als habe der Mann die Fahrbahn von links überqueren wollen und konnte ihm nicht mehr ausweichen. „Es ist aber durchaus möglich, dass er direkt vor ihr Auto gesprungen ist“, meinte Pusch. Der 28-Jährige wurde so schwer verletzt, dass er noch am Unfallort verstarb.

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