Update am Montag

Tod im Treppenhaus: Fahndung nach Mann (22), der im Hausflur gesehen wurde

Nach möglichem Tötungsdelikt in Lüdenscheid. Das Team der KTU ist eingetroffen.
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Nach möglichem Tötungsdelikt in Lüdenscheid. Das Team der KTU ist eingetroffen.

Ein rätselhafter Todesfall in Lüdenscheid beschäftigt die Ermittler. Ein 58-jähriger Lüdenscheider starb. Die Mord-Kommission wurde wieder aufgelöst. Die Fahndung nach einem Tatverdächtigen läuft.

Update vom 25. Juli, 15.48 Uhr: Nach dem gewaltsamen Tod eines 58-jährigen Mannes fahndet die Polizei derzeit mit Hochdruck nach einem 22-jährigen Lüdenscheider. Das bestätigte Oberstaatsanwalt Bernd Haldorn auf Anfrage.

Der Tatverdächtige wurde im Hausflur des Mehrfamilienhauses an der Werdohler Straße gesehen und soll sich gegenüber einem Nachbarn mit den Worten „Ich musste das tun“ eingelassen haben. Anschließend tauchte er unter. Die Ermittler gehen davon aus, dass dem tödlichen Schlag ein Streit voranging. Worum es dabei ging? Unklar. Zur Ermittlung der Todesursache des 58-Jährigen wurden weitere Gutachten in Auftrag gegeben. Sie sollen erst in ein paar Wochen vorliegen, sagt Oberstaatsanwalt Bernd Haldorn.

Update vom 23. Juli um 12.58 Uhr: Es war weder Mord noch Totschlag. Nach dem Tod eines 58-jährigen Lüdenscheiders an der Werdohler Straße ermittelt die Polizei wegen eines Verdachts auf Körperverletzung mit Todesfolge gegen einen bislang unbekannten Mann. Er soll vom Tatort geflohen sein.

Kerzen vor dem Haus.

Polizei MK, Mordkommission und Staatsanwaltschaft Hagen haben in einer gemeinsamen Erklärung am Mittag die bisherigen Recherchen unserer Zeitung weitgehend bestätigt. In der Erklärung heißt es: „Der Leichnam des Verstorbenen wurde heute obduziert. Aufgrund des Verletzungsbildes gehen Polizei und Staatsanwaltschaft nicht mehr vom Vorliegen eines vorsätzlichen Tötungsdeliktes aus.“

Stattdessen soll eine bislang unbekannte weitere Person im Streit den 58-Jährigen verletzt haben, der daraufhin unglücklich fiel. Ermittelt wird nun wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Ob der Mann allein den schweren Kopfverletzungen erlag, sollen weitere Untersuchungen ergeben, die am Freitag in Auftrag gegeben wurden.

Da ein vorsätzliches Tötungsdelikt ausgeschlossen werden kann, wurde die Mordkommission aufgelöst. Die Ermittlungen werden nun durch die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis fortgeführt. Laut Mitteilung liegen der Polizei Hinweise auf einen möglichen
Tatverdächtigen vor. Zu dem Mann sollen zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Details
bekannt gegeben werden.

Tod im Treppenhaus: Trauer in Lüdenscheid - Es gibt einen Tatverdächtigen

Update vom 23. Juli, 12.13 Uhr: Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf Anfrage sagte, wurde der Leichnam des 58-Jährigen am Morgen obduziert. Für die nächsten Stunden kündigte der Staatsanwalt eine gemeinsame Erklärung von Staatsanwaltschaft und Polizei MK an, in der weitere Einzelheiten unter anderem auch die Obduktionsergebnisse bekannt gegeben werden sollen. Inzwischen steht fest, dass ein Sturz allein nicht für den Tod des Lüdenscheiders verantwortlich war. Inzwischen gibt es einen Beschuldigten.

Update vom 23. Juli, 11.16 Uhr: Die Nachricht vom bislang ungeklärten Tod eines 58-jährigen Lüdenscheiders verbreitete sich am Donnerstag in Lüdenscheid rasend schnell. Noch am Abend stellten Bekannte vor der Tür des Mehrfamilienhauses an der Werdohler Straße Kerzen auf und legten Rosen nieder. Nachbarn, Freunde und Wegbegleiter sind fassungslos und traurig.

Die Staatsanwaltschaft Hagen hatte die Ermittlungen noch am Donnerstag an sich gezogen, ermittelt nun unter anderem wegen einer möglichen Körperverletzung mit Todesfolge. Nach Informationen unserer Zeitung beobachteten am Donnerstag Zeugen einen Mann, der von dem Haus wegrannte, nachdem zuvor Hilfeschreie zu hören waren. Der 58-Jährige trug Kopfverletzungen davon. Eingeleitete Reanimationsmaßnahmen blieben erfolglos.

Ob die Mordkommission bereits einen Tatverdächtigen ermittelt hat, ist zur Stunde noch unklar. Der auskunftsberechtigte Staatsanwalt war am Freitagmorgen noch nicht zu erreichen.

Mord-Kommission ermittelt in Lüdenscheid: Mann (58) stirbt nach schweren Kopfverletzungen

Update vom 22. Juli, 20.46 Uhr: In einer gemeinsamen Presseerklärung bestätigen die zuständige Staatsanwaltschaft Hagen, die Mordkommission Hagen und die Polizei des Märkischen Kreises nun auch offiziell die Ermittlungen im Fall des verstorbenen 58-jährigen Lüdenscheiders. Demnach wurde aufgrund der Auffindesituation des Mannes und mehrerer Verletzungen am Kopf die Mordkommission aus Hagen eingesetzt.

Wörtlich heißt es in der Mitteilung: „Am heutigen Nachmittag, gegen 16:15 Uhr, wurde in einem Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses in der Werdohler Straße ein 58-jähriger Wohnungsinhaber mit schweren Kopfverletzungen aufgefunden. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen verstarb der Mann vor Ort. Da die Hintergründe für den Tod des Mannes weiterhin im Dunkeln liegen, hat die eingesetzte Hagener Mordkommission ihre Arbeit vor Ort aufgenommen. Die Ermittlungen dauern an.“

Update vom 22. Juli, 19.37 Uhr: An der Werdohler Straße in Lüdenscheid gegenüber der Kneipe Hangover läuft auch am Abend immer noch ein Polizeieinsatz. Das Haus und der Bürgersteig davor sind abgesperrt. Polizeisprecher Dietmar Boronowski bestätigte am Abend gegenüber unserer Zeitung einen Toten. Es handelt sich nach Polizeiangaben um einen 58-jährigen Mann aus Lüdenscheid.

Das Haus an der Werdohler Straße ist abgesperrt. Die Polizei ist vor Ort.

Demnach wurde der Hausbewohner gegen 16.15 Uhr am Donnerstag (22. Juli) im Treppenhaus eines Hauses an der Werdohler Straße bewusstlos gefunden. Er wies schwere Verletzungen auf. Ein Anwohner rief die Polizei und einen Krankenwagen. Die Rettungskräfte versuchten ihn zu reanimieren. Leider erfolglos. Gegen 17 Uhr wurde der Tod des Mannes festgestellt.

Da der Mann Verletzungen am Kopf aufwies und die Ursache unklar ist, wurde die Staatsanwaltschaft eingeschaltet und Spurensicherung aus Hagen angefordert. Eine Mord-Kommission wurde eingerichtet. Gegen 19 Uhr traf das Team der KTU (Kriminaltechnischen Untersuchung) aus Hagen am Tatort an der Werdohler Straße ein.

„Wir wissen bisher nicht, was passiert ist. Die Ursache für die Verletzungen können ein Sturzgeschehen, ein Tötungsdelikt oder eine Körperverletzung sein“, sagte Polizeisprecher Dietmar Boronowski auf Anfrage. In einer ersten Beurteilung gingen die Einsatzkräfte vor Ort davon aus, dass der Mann augenscheinlich geschlagen worden sei. Offensichtliche Schuss- oder Stichverletzungen wies der Leichnam nicht auf. Rund um den möglichen Tatort befragten Polizisten Anwohner.

Das Haus wurde beschlagnahmt. Die Ermittlungen dauern an.

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