Tischlerolympiade: „Dabei sein ist alles“

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Nach der Siegerehrung herrschte bei allen Teilnehmern gute Laune.

LÜDENSCHEID - „Dabei sein ist alles“: Unter dieses olympische Motto hatten Organisatoren und Wettkämpfer am Samstag die inzwischen dritte Tischlerolympiade am Berufskolleg für Technik am Raithelplatz gestellt.

Diese fand erstmals im Rahmen eines Tischlertages statt. Da es in diesem Jahr keinen Tag der offenen Tür am Raithelplatz gibt, hat sich der Fachbereich der Tischler entschlossen, Auszubildende, Mitarbeiter der Ausbildungsbetriebe und schließlich auch Angehörige, die der Siegerehrung beiwohnten, zu einer eigenen Veranstaltung einzuladen.

„Die alten Hasen“ beherrschen ihr Handwerk besser

Elf Teilnehmer – vier Gesellen und sieben Lehrlinge – maßen sich im olympischen Wettbewerb. Sie mussten innerhalb einer bestimmten Zeit einen kleinen Tisch nach vorgegebenen Daten fertigen. Dabei zeigte sich, dass „die alten Hasen“ ihr Handwerk doch noch besser beherrschen – denn auf den ersten Plätzen landeten die erfahrenen Gesellen. Für die Lehrer war das fast ein wenig überraschend, denn im Berufsalltag würden diese Fertigkeiten inzwischen eher selten verlangt. Die Auszubildenden lernten aber eben gerade diese Dinge als Grundlagen für ihr späteres Berufsleben.

Die Jury, bestehend aus Rüdiger Kerwin, der lange die Lehrwerkstatt der Tischlerinnung leitete, dessen Nachfolger Jochen Lösigkeit und Werkstattlehrer Bernd Essers vergab die ersten drei Plätze an Christian Canis, Sebastian Huster und Michael Rincic. Platzierungen gab es bis Rang fünf. Alle weiteren Teilnehmer stuften sie gemeinsam auf dem sechsten Platz ein.

Vier Workshops zur Weiterbildung

Parallel zur Olympiade wurden in Kooperationen mit Firmen vier Workshops zur Weiterbildung angeboten. Dafür hätten sich die Organisatoren um Peter Malek, Christian Krämer und Axel Schiermeyer vom Tischlerteam der Schule durchaus noch mehr Interessenten gewünscht. In den Workshops ging es um Bauwerksabdichtung, Beschlagtechnik für Türen, Trockenausbau mit Lehmbauplatten und Fingerscanner zum Türöffnen.

Gelobt wurden im Rahmen des Tischlertages auch die Auszubildenden des ersten Lehrjahres, die sich unter dem Titel „meine Holzsammlung“ einem Wettbewerb gestellt hatten. Dabei mussten in einem Werkstück fünf Holzarten verwendet werden. Die theoretische Planung erfolgte in der Schule, die praktische Arbeit in den Betrieben. „Für‘s erste Lehrjahr eine Super-Nummer“, so bewertete Malek die ausgestellten Ergebnisse von der Obstschale bis zur Musikanlage.- gör

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