Thomas Ruschin weist Vorwürfe entschieden zurück

Auf der Sportplatz Höh sollen Unterkünfte für Flüchtlinge gebaut werden.

Lüdenscheid - „Ich weise die Vorwürfe von Herrn Oettinghaus mit Nachdruck zurück und empfinde sie als sehr merkwürdig. Auf der einen Seite will er sich offenbar zum Hüter der Willkommenskultur aufschwingen, auf der anderen Seite stößt er eine ,das Boot ist voll’-Debatte an. 

Ich finde das doppelzüngig.“ Mit diesen Worten reagiert der Beigeordnete Thomas Ruschin auf die Vorwürfe des Vorsitzenden der Alternative für Lüdenscheid (AfL), der in den LN-Freitagsausgabe der Verwaltung mangelnde Transparenz bei der Flüchtlingsunterbringung vorgeworfen und geäußert hatte, die Aufnahmekapazität für Flüchtlinge sei erschöpft.

„Wir wüssten auch gern, wie viele Flüchtlinge wann kommen, aber werden von der Bezirksregierung in Arnsberg vor Fakten gestellt, und dann kommen auf einmal in einer Woche 100 statt 30 Flüchtlinge und wir müssen das vor Ort hinbekommen. Herr Oettinghaus kann die Verwaltung nicht für die Sünden der Bundes- und Landespolitik in diesem Bereich verantwortlich machen“, unterstreicht Ruschin.

Trotz allem sei die Verwaltung sehr bemüht, zeitnah die Bevölkerung zu informieren und die Planungen vernünftig umzusetzen. „Daher laden wir immer wieder zu Bürgerversammlungen ein.“ Auch den Vorwurf Oettinghaus’, die Stadt habe kein Integrationskonzept, weist Ruschin zurück. „Angesichts der fehlenden Vorlaufzeit bei der Zuweisung der Flüchtlinge hat wohl keiner ein Integrationskonzept in der Schublade.“ Die Diskussion über Obergrenzen bei der Flüchtlingsaufnahme müsse Oettinghaus zudem mit der Bundesregierung führen.

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Flüchtlingsunterbringung: AfL fordert Transparenz und Integrationskonzept

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