Thema Windschutz: „Wir wollen eine lebendige Stadt“

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Durchzug vorm „Café Zuccaba“: Der geforderte Abbau des seitlichen Windschutzes beendet ein zweijähriges Hin und Her. Hier gelte einfach, so betont Martin Bärwolf, Fachbereichsleiter Planen und Bauen, gleiches Recht für alle.

Lüdenscheid - „Wir sind seit zwei Jahren im Gespräch. Wir wissen um die schwierige Situation“, sagt Martin Bärwolf zum Thema Windschutz für die Außengastronomie im Allgemeinen und vor dem „Café Zuccaba“ im Besonderen.

Der Fachbereichsleiter Planen und Bauen sieht die grundsätzliche Diskussion um Windschutz für die Lüdenscheider Außengastronomie auch durchaus offen. Aber: „Man sollte nicht zwischenzeitlich Fakten schaffen. Es muss gleiches Recht für alle gelten.“ 

Damit bezieht er sich auf das „Café Zuccaba“, das seinen selbst konstruierten Windschutz nach langem Hin und Her wieder hat abbauen müssen. Für Bärwolf geht das Problem längst über reine Fragen der Gestaltung hinaus. Ein Windschutz müsse sicher verankert werden, was nur durch das Aufbohren der Granitplatten möglich sei. Aber: „Was machen wir mit den Platten, wenn Frostschäden auftreten? Muss man Bürgschaften hinterlegen?“

Grundsätzlich will der Fachbereichsleiter das Für und Wider eines Windschutzes sorgfältig abgewogen sehen. „Die Frage, ob wir auf unseren Plätzen Plastikumrandungen oder auch Käfige zulassen, das muss man diskutieren“, findet er. Er warte nach wie vor auf Vorschläge der so genannten Stammtisch-Runden, die sich im Sommer spontan aus Einzelhändlern und Innenstadt-Gastronomen gebildet hatten. Und er baut auf einen positiven Effekt durch die Einrichtung eines „Stadtumbaubüro Altstadt“. Das, so hofft er, könne nach erfolgter Ausschreibung im Sommer seine Arbeit aufnehmen: „Das Gesprächsangebot steht. Wir wollen eine lebendige Stadt.“

Willi Denecke, der im Sommer mit viel Enthusiasmus Interessen von Händlern und Wirten erfragen und bündeln wollte, ist mittlerweile allerdings „so was von enttäuscht und völlig frustriert: Alle basteln so vor sich hin.“ In kleiner Runde wolle man nun das weitere Vorgehen beratschlagen, das Thema neu anstoßen – etwa durch eine Kundenbefragung.

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