„Willkommen bei den Hartmanns“

Kein Sicherheitsabstand im Kulturhaus

Theater Thespiskarren Kulturhaus Lüdenscheid Willkommen bei den Hartmanns
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„Willkommen bei den Hartmanns“ ist die erste Nachholvorstellung im Kulturhaus. Der Saal ist ausverkauft.

Es ist eine Komödie nach dem Film von Simon Verhoeven, die da am 27. Oktober ab 19.30 Uhr im großen Kulturhaussaal gegeben wird. Eine Geschichte über Integration, die dann am Ende doch irgendwie (amüsant) aus dem Ruder läuft. Das Theater Thespiskarren war mit „Willkommen bei den Hartmanns“ für den 30. April gesetzt. Der Lockdown, das Kulturhaus geschlossen – schon zu diesem Zeitpunkt waren mehr als 400 Karten verkauft.

Lüdenscheid - Vor gut vier Wochen wurde der Spielbetrieb unter Einhaltung eines ausgeklügelten Schutz- und Hygienekonzeptes wieder aufgenommen. Mit „Willkommen bei den Hartmanns“ findet der erste Nachholtermin statt. Und nicht nur bei den Hartmanns stehen die Zeichen auf (Corona-)Sturm. „Eine Absage der Veranstaltung würde nicht nur unsere Gäste treffen, sondern auch den Unternehmer. Und wenn die Behörden sagen, dass das geht, gibt es keinen Grund, abzusagen“, sagt Thomas Biedebach, technischer Leiter des Kulturhauses, „aber es bleibt ein blödes Gefühl.“

So wirklich wohl sei dem Team mit Blick auf die Vorstellung nicht, aber in Ausnahmefällen sehe das Hygienekonzept maximal 400 Gäste vor. Ausdrücklich weist das Team darauf hin, dass in dieser Vorstellung „der Sicherheitsabstand zwischen den Besuchern nicht gegeben ist und deshalb während des gesamten Abends die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung gilt“, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Schon das jüngste Sinfoniekonzert, so Biedebach, habe einen enormen Personalaufwand gefordert, um Menschenansammlungen zu verhindern. Zu Gast waren Anfang Oktober rund 200 Besucher.

Laut Coronaschutzverordnung des Landes NRW trete anstelle des Sicherheitsabstandes die besondere Rückverfolgbarkeit auf festen Sitzplätzen in Kraft. Das bedeutet: Alle Besucher müssen sich beim Betreten des Hauses mit ihren Adressdaten registrieren lassen. Ein vorgefertigtes Formular kann auf der Webseite des Kulturhauses heruntergeladen werden. Um den Einlass zu verkürzen sollte das Registrierungsformular schon vollständig ausgefüllt mitgebracht werden. Die Sitzplätze dürfen nicht getauscht werden, da sonst eine Rückverfolgbarkeit nicht mehr gewährleistet ist.

Der Einlass in den Theatersaal wird bei „Willkommen bei den Hartmanns“ über fünf unterschiedliche Zeitfenster und drei Eingänge geregelt. Ab 18.40 Uhr bis 19.20 Uhr werden die Gäste in den Saal und auf die Estraden geführt, damit keine Warteschlangen entstehen. Nach der Inszenierung werden die Besucher auf gleichem Wege wieder aus dem Kulturhaus geführt.

Auch das Ensemble des Theaters Thespiskarren spielt durch, eine Pause gibt es nicht. Zum einen, weil die Garderoben nicht gerade weitläufig sind, zum anderen, damit sich die Besucher nicht unnötig näherkommen. Auch der gastronomische Betrieb, wie zum Beispiel der Pausentresen kann in dieser Spielzeit nicht regulär durchgeführt werden.

Noch am vergangenen Freitag, als sich Kolja Fach die „Lüdenscheider Lüsterklemme“ abholte, konnte die Fleischerei Geier Besucher des Kulturhauses im ehemaligen Restaurant bewirten. Bei „Willkommen bei den Hartmanns“ wird das wieder so sein. Zwei Stunden vor Beginn der Vorstellung wird es Häppchen und Corona-konforme Geselligkeit geben, allerdings mit dem Eingang am Stadtgartenrestaurant. Und eines macht Biedebach deutlich: „Sollte bis zum 27. Oktober die Inzidenzzahl steigen, werden wir absagen müssen. Dann dürfen nur noch 130 Gäste in den Saal.“ Und man wolle dann nicht entscheiden, wer darf und wer nicht.

Sollten Ticket-Inhaber Bedenken haben oder diesen Termin nicht wahrnehmen können, ist ein Umtausch der Tickets an der Theaterkasse gegen einen Umtauschschein möglich. Die Theaterkasse des Kulturhauses hat in dieser Woche zu den üblichen Zeiten geöffnet.

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