Thailänder bauen eine Mini-Phänomenta

Johannes Pöpping von der Phänomenta steht dem Ehepaar Langkitsch via Skype mit Ratschlägen zur Seite.

LÜDENSCHEID - Das exotische Land mit seiner Millionenmetropole Bangkok stand schon lange auf der Agenda. Vor einer Woche brach Hans-Henning Langkitsch, Gründungsmitglied der Lüdenscheider Phänomenta, gemeinsam mit seiner Ehefrau Ulrike nach Thailand auf.

Eine Woche Urlaub – und danach stand ein Projekt auf dem Programm, das rasant Formen annimmt. In Bangkok soll unter der Federführung von Nanmeebooks, dem zweitgrößten Buchverlags in Thailand, eine verkleinerte Ausgabe der Lüdenscheider „Phänomenta“ entstehen. „Die Thailänder haben in den letzten Monaten schon ordentlich vorgearbeitet und sind sehr wissbegierig. Da gibt es eine 500 Quadratmeter große Halle, in der die ersten Stationen bereits stehen.“ Johannes Pöpping (Phänomenta) steht via Skype in Kontakt mit dem Ehepaar Langkitsch. Gestern Mittag – 17 Uhr Ortszeit in Bangkok – telefonierte das Trio Gearbeitet wird bei 36 Grad Außentemperatur und 90 Prozent Luftfeuchtigkeit mit einem ziemlich großen Team. Aber innerhalb der Halle gäbe es eine Klimaanlage, die die Temperatur konstant hält.

Die enge Zusammenarbeit mit Lüdenscheid trägt erste Früchte: Musterstücke aus der Bergstadt ermöglichten den Thailändern den Nachbau mit Material aus dem eigenen Land. Für die passende Kommunikation stellte der Verlag Dolmetscher zur Verfügung.

Der eigentliche Drahtzieher im Hintergrund ist der in Lüdenscheid bestens bekannte „Hexenmeister“ Joachim Hecker aus Köln, Experte für Experimente und Bestsellerautor. Der Kölner war seinerzeit zu Gast auf der Buchmesse in Bangkok, nachdem man seine Experimentier- und Wissensbücher in die thailändische Sprache übersetzt hatte. Dort traf er auf die Vertreter von Nanmeebooks – eine Freundschaft entstand, aus der auch der Plan erwuchs, ein ähnlich gelagertes Wissenmuseum in Bangkok zu bauen.

Übers Internet wurde den Thailändern eine Liste mit 30 Experimentierstationen geschickt, von denen sie sich 20 ausgesucht haben, die nun nach und nach in die Tat umgesetzt werden. Die Schwierigkeiten liegen in der Materialbeschaffung, den klimatischen Verhältnissen, aber auch in der Anpassung der Stationen an die Körpergröße und Feingliedrigkeit der Thailänder.

Am Samstag macht sich das Ehepaar auf den gut 10 000 Kilometer langen Heimweg. Und hat ohne Zweifel jede Menge zu erzählen. - rudi

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