Ein Testlauf für die Ausbildung

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Kostal-Ausbilder Jürgen Linnepe (l.) und Torsten Urban vom Kunststoffinstitut (Bereichsleiter Aus- und Weiterbildung) werben mit dem Angebot für Berufe wie Verfahrens- und Werkzeugmechaniker.

Lüdenscheid - Wie wird aus Granulatkörnchen ein Blinkerhebel und aus einem Hauptschüler vom Stadtpark ein Verfahrensmechaniker Kunststoff- und Kautschuktechnik? Antworten darauf gab es beim diesjährigen Praxis-Parcours Kunststofftechnik im Rathausfoyer.

Fast 450 Schüler von Haupt-, Real- und Gesamtschulen aus Lüdenscheid und der Umgebung absolvierten die fünf Tisch-Stationen an zwei Tagen. Darauf ist Dipl.-Ing. Torsten Urban stolz. Der Bereichsleiter Aus- und Weiterbildung am Kunststoffinstitut bietet das seit acht Jahren an.

Jede Schülergruppe bekommt eine Stunde lang Einblicke in das, was Azubis in der Branche erwartet. „Die Industrie schreit nach Fachkräften“, weiß Urban. Und der eine oder die andere bliebe durchaus dabei, habe sich gezeigt. Gleichwohl sei man natürlich keine Stellenvermittlung für Auszubildende, betont Urban. Dass auch Kostal zwei der fünf Tische unter Regie von Ausbilder Jürgen Linnepe von Auszubildenden betreuen lässt, zeige das Interesse der Industrie. Nächstes Jahr ist die Firma Jung/Schalksmühle dabei.

Erschnuppern, dass kokelndes Nylon nach verbranntem Haar riecht, Zeichnungen lesen, mit Maßen umgehen, Verschwendung vermeiden, einen Blick in das Berufsschulbuch „Tabellenbuch Metall“ werfen, kurz: an jedem Tisch mit Azubis auf Augenhöhe über den Berufsalltag reden – die Schüler haben, wie es Torsten Urban formuliert, am Ende „ein Gespür dafür bekommen“, was sie erwartet. - sum

Praxisparcours Kunststofftechnik für Schüler

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