Das Leben einer Legende

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Tess Smith tanzte und sang als Tina Turner im Kulturhaus.

Lüdenscheid - Berauschende Musik, eine mitreißende Show und am Ende ein begeistertes Publikum ergab Gastspiel der Crew des Musicals „Tina - The Rock Legend“ im Kulturhaus. Im Zentrum des Interesses: Tess „Dynamite“ Smith, Wirbelwind mit Reibeisenstimme, deren Performance durchaus in der Nähe der großen Tina Turner anzusiedeln ist.

Von Ulf Schwager

Der Live-Act auf der Bühne wurde angereichert durch Filmmaterial auf einer Großleinwand. Schließlich galt es, „das Leben der Legende zu feiern“. Die Vorstellung der Künstler dieser Show war ja noch ein Gewinn, als es aber an Leben und Karriere von Tina Turner ging, kam Länge ins Spiel und vor allem eine nach dem Muster von Groschenromanen gestanzte Kurzbiographie. Die Stimmung hielt sich in Grenzen, bekannte Tina-Titel riefen den gewünschten Effekt hervor, großartige Stimmung kam dabei nicht auf. Zu langatmig waren diese Einblicke ins Leben der Tina Turner. Nach der Pause ging es an die angekündigten Ausschnitte aus dem Programm des legendären Konzertes im Maracana-Stadion in Rio (1988). Tess Smith, die bis dahin in einigen Rock-Balladen ihre größte Überzeugungskraft investiert hatte, legte allmählich ein Schippchen drauf. „Hold on, I’m Comin’“ – und schon gab es beschlagene Scheiben, „Steamy Windows“. Grandios legte Smith „Golden Eye“ auf.

Im Duett mit Daniel Splitt, der den Eros Ramazzotti aber auch Bryan Adams gab, ein kleiner Schlenker hin zu bedeutender künstlerischer Zusammenarbeit Tina Turners, wussten beide Akteure zu überzeugen. Vom Hocker riss „River Deep – Mountain High“. Vollends in Fahrt geriet das Publikum beim Titel „Nutbush City Limits“, einer Eigenkomposition, mit der Tina Turner ihren Geburtsort weltweit bekannt gemacht hat.

Zugaben gab es reichlich in dieser am Ende doch noch rauschenden Musiknacht. Eine starke Band, guter Background-Gesang und vor allem auch exzellent choreographierte Einlagen der drei Tänzerinnen trugen zum Gelingen bei. Zudem präsentierten sich die Background-Sängerinnen Jasmin Graf und Berivan Kernich auch solistisch und gaben dabei absolut fronttaugliche Turner-Interpretationen.

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