Teherani bei Busch-Jaeger: Kunst in Funktion

LÜDENSCHEID ▪ Die Vorgaben ihrer Auftraggeber lassen Kreative oft stöhnen, für den weltweit renommierten Architekten und Designer Hadi Teherani bilden sie dagegen „den Entwurf, den ich nur noch erkennen muss“. So geschehen bei den Kranhäusern am Rhein, mit denen er der Stadt Köln ihre Hafenzeit zurückgab. So geschehen auch bei der jüngsten Entwicklung im Hause Busch-Jaeger, dem „ice-light“ (Eislicht), das auf der Fachmesse Light & Building für Aufsehen sorgte und gestern im Beisein Teheranis der Presse vorgestellt wurde.

Das Busch-ice-Light erinnert in der Ausführung als Deckenstrahler tatsächlich an einen Eiswürfel, kann aber auch warmes Licht werfen. Und: „Es ist in der Schalterdose zuhause – so wie sein Hersteller“, erklärte Adalbert M. Neumann, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb.

Busch-Jaeger habe keineswegs vor, sich als Leuchtenfabrikant zu betätigen. Die LED‘s im lichtschaltergroßen ice-Light sorgten lediglich für Akzentbeleuchtung, und besonderen Wert habe Busch-Jaeger auf den leichten Einbau in die Unterputzdose gelegt. Neumann konnte von ersten Verkaufserfolgen sowie Anfragen von Hotel- oder Klinikausrüstern berichten.

Für Hadi Teherani, der dem ice-Light die Tiefe für einlegbare Displays gab, gehören Licht und Architektur ohnehin zusammen: „Licht schafft Orientierung, Stimmung und Gesundheit.“ Seit zehn Jahren widmet sich das weltweit mit Büros vertretene Universalgenie neben atemberaubenden Bauten auch dem Produktdesign. Ob es der riesige Business Park in Moskau ist oder ein Vogelhäuschen, die Zayed-University von Abu Dhabi mit ihrem futuristisch geformten 400-Meter-Dach oder ein Wasserkocher, der sich bei Erhitzen rot färbt: So faszinierend wie seine Projekte ist der Designer selbst.

Er nannte Busch-Jaeger seinen Wunschpartner und verriet schmunzelnd, warum ihm die Bergstadt außerdem ein Begriff ist: „Ich hatte einmal einen Projektleiter namens Lüdenscheid.“ - hgm

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