Technikzentrum soll als Teil der Phänomenta entstehen

Nach dem Abriss des Grüber-Gebäudes soll auf diesem Grundstück der Erweiterungsbau für die Phänomenta entstehen.

LÜDENSCHEID ▪ Mit einer Überarbeitung der Pläne für die Denkfabrik macht die damit beschäftigte Städtische Projektgruppe eine Tugend aus der verordneten Geduld hinsichtlich möglicher Fördermittel durch das Land NRW. „Es ist gut, wenn wir uns noch einige Wochen gönnen. Es wäre fatal gewesen, das mit der Brechstange zu machen“, sagte Dirk Glaser, Geschäftsführer der Südwestfalen-Agentur, gestern bei einer Bestandaufnahme.

Dennoch bleibt ein wichtiger Termin: Bis zur möglichen Vergabe des dritten Regionale-Sterns für die Denkfabrik „müssen die Planungen angepasst werden“, sagte Stadtplaner Martin Bärwolf.

Die wichtigste Änderung betrifft das geplante Technik-Zentrum, in dem Schüler an die Welt der Technik herangeführt werden sollen: Es soll nicht mehr in einem eigenen Gebäude realisiert werden, sondern in den geplanten Neubau der Phänomenta miteinziehen. Dadurch könnten sowohl Bau- als auch laufende Kosten gespart werden. Dabei soll auch die Fläche des Technik-Zentrums verkleinert werden. Durch den Verzicht auf einen „Showroom“, in dem sich die heimische Betriebe präsentieren sollten, würden 500 bis 600 Quadratmeter der ursprünglich geplanten 1200 Quadratmeter eingespart. Darüber hinaus soll vorläufig auf ein zweites Schüler-Labor verzichtet werden. Für die Phänomenta wäre die Reduzierung ihrer Fläche letztlich gut verschmerzbar, hieß es. Von den zur Verfügung stehenden 4000 Quadratmetern würden 250 für das Technik-Zentrum gebraucht.

Die abgespeckten Pläne wirken sich auch auf die beantragte Fördersumme aus. „Es geht immer um unser aller Geld“, mahnte Dirk Glaser und plädierte zusammen mit Bürgermeister Dieter Dzewas für eine vernünftige Bescheidenheit und „Nachhaltigkeit“ der Projekte.

Dieter Dzewas erinnerte an die Bedeutung der pädagogischen Einrichtungen für die Gewinnung von Nachwuchs für den gewerblich-technischen Bereich. „Es muss ‚cool’ sein, einen solchen Beruf zu ergreifen“, ergänzte Giuseppina Giordano.

Dirk Glaser träumt „immer wieder von dem Turm“ mit dem Foucaultschen Pendel, der das neue Aushängeschild der Phänomenta werden soll. „Wir brauchen Landmarken; Dinge, die die Leute auch sehen.“ ▪ thk

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