Neues Projekt im Quartier

„Team Kluse“ eingespart: Keine mobile Jugendarbeit mehr auf Spielplatz

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Etwas weniger Resonanz als gewohnt: Circa 20 Bürger waren zur jüngsten Kluser Stadtteilkonferenz erschienen.

Lüdenscheid - Das wussten offenbar noch nicht alle: Die mobile Jugendarbeit auf dem Kluser Spielplatz – realisiert durch das sogenannte „Team Kluse“ – gibt es nicht mehr. Das über Jahre gewohnte Angebot ist dem Rotstift zum Opfer gefallen. Das war eine der Botschaften bei der jüngsten Kluser Stadtteilkonferenz in der Johanniter-Kindertagesstätte „Abenteuerland“.

Künftig sind also keine Sozialarbeiter mehr als Ansprechpartner auf dem Spielgelände unterwegs. Das Ende der Offerte war zwar bereits voriges Jahr angekündigt worden, löste allerdings bei nicht wenigen Konferenz-Teilnehmern Überraschung und auch Skepsis aus. Hintergrund: Der Kluser Spielplatz gilt manchen Anwohnern als Problemzone. Lärm, Vermüllung, Zweckentfremdung des Areals und mitunter auch Belästigungen waren in der Vergangenheit immer wieder die Stichworte. Bürgermeister Dieter Dzewas indes relativierte das Aus der mobilen Jugendarbeit dort: „Auf keinem Lüdenscheider Spielplatz gibt es ein Betreuungsangebot.“

Ein anderes Thema bei der Versammlung: Das mit EU-Geldern geförderte Projekt „Erkunden und abrunden – Meine Stadt, mein Quartier“. Das Aktivierungs-Programm, das auch an der Kluse greifen soll, richtet sich an junge Leute, „die bisher aus allen Rastern gefallen sind“. So die Formulierung der Verwaltungsmitarbeiter. Im Klartext: Schulabbrechern und hartnäckigen Schulverweigerern soll durch die Aneignung von Basis-Qualifikationen wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Einsatzbereitschaft der Einstieg ins Arbeitsleben erleichtert werden. Niemand aus dieser Zielgruppe beteiligt sich jedoch bis dato an dem Projekt. Dafür aber vier Flüchtlinge, für die die Maßnahme aus Sicht der Stadtverwaltung ebenfalls geeignet erscheint. Unter Anleitung macht das Quartett derzeit im Viertel sauber und erledigt etwa auch kleinere Reparaturen auf dem Spielplatz.

Weitere Themen bei der Konferenz: die Rotlichtphasen der Ampelanlagen im Quartier und der Wunsch nach mehr Geschwindigkeitskontrollen. Außerdem stellten Mitarbeiterinnen der Kita „Abenteuerland“ die Einrichtung an der Brüderstraße vor. Die Kita ist seit 2013 in Betrieb.

Die nächste Kluser Stadtteilkonferenz steht am 27. Oktober um 18.30 Uhr an. Ort des Geschehens dann: die Kita an der Wiesmannstraße.

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