Teilnahme am Unterricht möglich

TBC-Fall im MK: 54 Schüler und Lehrer müssen zur Blutuntersuchung

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Tuberkulose-Fall im MK: Ein Arzt deutet auf eine Röntgenaufnahme einer Lunge. (Symbolbild)

Lüdenscheid/Halver – Nach Bekanntwerden der Tuberkulose-Erkrankung an der Schule an der Höh in Lüdenscheid ist am Montag die Überprüfung der Mitschüler und Lehrer angelaufen.

Das teilte Hendrik Klein, Sprecher der Märkischen Kreises, auf Anfrage mit. Weil die infizierte Person vor den Sommerferien noch eine Klasse des Eugen-Schmalenbach-Berufskollegs (ESBK) in Halver besuchte, sind auch an der dortigen Bildungseinrichtung Schüler und Lehrer betroffen. 

Insgesamt, sagt Hendrik Klein, seien 54 Personen identifiziert worden, die in den beiden Schulen über einen längeren Zeitraum Kontakt zur erkrankten Person hatten. Am ESBK in Halver sind 24 Schüler und 16 Lehrer von den Vorsichtsmaßnahmen betroffen, an der Schule an der Höh zehn Schüler und vier Lehrer. 

Laut Gesundheitsamt des Märkischen Kreises können die betroffenen Schüler und Lehrer ohne Einschränkungen am Unterricht teilnehmen. Eine Ansteckungsgefahr bestehe nicht. 

Alle Kontaktpersonen wurden von den Gesundheitsämtern ihres Wohnortes angeschrieben und zum Bluttest aufgefordert. Dazu wird ihnen in einem Labor in Lüdenscheid beziehungsweise Iserlohn Blut entnommen. 

Nur wenn die Blutprobe einen Verdacht auf den Tuberkulose-Erreger ergibt, folgt anschließend eine Röntgen-Untersuchung der Lunge der Betroffenen. Die Bluttests dauern noch die ganze Woche über an. Anfang der kommenden Woche sollen erste Ergebnisse vorliegen.

Tuberkulosefälle müssen dem Gesundheitsamt gemeldet werden. 2016 gab es im Märkischen Kreis 17 Erkrankungen, 2017 waren es 20, 2018 18 und in diesem Jahr wurden bislang neun Fälle aktenkundig. Nur wenn die Erkrankten eine Gemeinschaftseinrichtung wie zum Besipiel eine Schule besuchen, wird das Gesundheitsamt – wie im aktuellen Fall – selbst aktiv.

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