Schauspieler im Interview

Tatort Münster (ARD) „Limbus“: Lüdenscheider Björn Meyer ermittelt mit Thiel und Boerne

Münster-Tatort (ARD): Axel Prahl, Björn Meyer und Mechthild Großmann (u.a.) am Kiepenkerl, dem Drehort zum neuen Tatort „Limbus“.
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Münster-Tatort (ARD): Axel Prahl, Björn Meyer, Jan-Josef-Liefers und Mechthild Großmann (u.a.) am Kiepenkerl, dem Drehort zum Tatort „Limbus“.

Björn Meyer spielt im Tatort (ARD) aus Münster Assistent Mirko Schrader. Im Interview spricht er vor der Ausstrahlung des Tatorts mit dem Titel „Limbus“ über die Dreharbeiten, seine Zukunftspläne und Lüdenscheid.

Lüdenscheid - Björn Meyer spielt im Tatort (ARD) aus Münster Assistent „Mirko Schrader“. Im Interview spricht er vor der Ausstrahlung des Tatorts am Sonntag (8. November) mit dem Titel „Limbus“ über die Tatort-Dreharbeiten in Münster, seine Zukunftspläne und Lüdenscheid.

Tatort (ARD) aus Münster: Kommissar „Mirko Schrader“ im Interview

Björn Meyer, Sie sind nun bereits zum vierten Mal im Münsteraner Tatort zu sehen. Wie ist es zu ihrer Rolle in der Kult-Serie gekommen?
Björn Meyer: Wie es genau dazu gekommen ist, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht. Ich habe über meine Agentur eine Anfrage bekommen und habe dann natürlich gerne zugesagt.
Was ist Kommissar Schrader für ein Mensch?
Schrader ist sehr sorgfältig, gewissenhaft und voller Tatendrang. Man könnte ihn vielleicht als stillen Wadenbeißer beschreiben.
Wie viel gestalterischen Spielraum hatten Sie für die Rolle?
Es wird schon drauf geachtet, dass man seine Ideen und Bedenken mit einbringt. Trotzdem gibt es natürlich ganz viele unterschiedliche Drehbuchautoren, die alle eine Vorstellung von der jeweiligen Figur haben. Manchmal ist man sich dann einig und manchmal nicht. Die Wahrheit liegt wie bei so vielen Sachen wahrscheinlich irgendwo in der Mitte.
Haben Sie vielleicht sogar Gemeinsamkeiten mit Kommissar Schrader?
Ich glaube, meine Wadenbeißer-Qualitäten sind ebenfalls ganz okay.
Der neue Münsteraner Tatort trägt den Namen „Limbus“. Dieses Wort stammt aus der Theologie und bedeutet so viel wie „Vorhölle“. Was kommt auf die Zuschauer zu?
Prof. Boerne kämpft ums Überleben, Tote werden plötzlich lebendig, und nichts ist so, wie es scheint. Also: Einschalten!
Wie haben Sie die Dreharbeiten in Münster erlebt, insbesondere die Zusammenarbeit mit Axel Prahl und Jan Josef Liefers?
Ich wurde sehr gut aufgenommen. Ich war erstaunt, mit welcher Liebe zum Detail die beiden nach so vielen Jahren noch bei der Sache sind. Überhaupt, das ganze Team ist großartig, und es macht viel Freude, dort zu arbeiten.
Sie leben und arbeiten in Hamburg. Welche Verbindungen haben Sie noch nach Lüdenscheid und/oder den Menschen in Lüdenscheid? Wann waren Sie zuletzt hier und aus welchem Grund? Und wann sind Sie wieder hier?
Meine Familie, mein Patenkind und ein paar meiner Freunde wohnen noch in Lüdenscheid. Hin und wieder bin ich dann auch zu Besuch. Leider viel zu selten.
Wie nehmen Sie Ihre Heimatstadt aus der Ferne wahr?
Da ich in Hamburg wohne, eher süd-westlich.
Welchen Einfluss hatte Ihr frühes Spiel bei den „Bühnenmäusen“ auf Ihre Karriere?
Ich glaube, es hat mir geholfen, dass ich relativ früh vor Publikum gestanden habe. Gerade auf der Bühne ist die Energie zwischen Spieler und Zuschauer von großer Bedeutung und kann eine ganze Vorstellung beeinflussen.
Wird man Sie auch in Zukunft als Tatort-Kommissar sehen?
Wenn Thiel und Boerne bei den Ermittlungen mal nicht weiterkommen…Ich bin bereit.
Welche Projekte gehen Sie als nächstes an?
Eigentlich würde ich bald mit den Proben zu Dörte Hansens ,,Mittagsstunde“ am Thalia Theater starten. Leider sind die meisten Projekte wegen Corona aber erstmal auf Eis gelegt. Im Dezember sollte ich einen schönen Film drehen, aber auch hier ist es nicht sicher, ob das überhaupt stattfindet.
Wann wird man Sie wieder im Fernsehen und/oder Kino sehen?
Dieses Jahr werden noch zwei neue Münsteraner Tatorte ausgestrahlt, bei denen ich als Mirko Schrader zu sehen bin. Nächstes Jahr kommt unter anderem ein historischer Film über einen Hausmeister der Hamburger Kunsthalle, der in den 30er-ahren „entartete“ Kunstwerke vor der Vernichtung bewahrt hat. Wer sorgfältig bei Instagram guckt oder die gute alte Fernsehzeitschrift bemüht, wird mich auf jeden Fall nicht verpassen.

Der Tatort „Limbus“ aus Münster mit dem Lüdenscheider Björn Meyer wird am Sonntag (8. November) um 20.15 Uhr in der ARD ausgestrahlt.

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