Tarifrunde kostet Stadt bis zu 400 000 Euro

LÜDENSCHEID – Kämmerer Karl Heinz Blasweiler schätzt die zusätzlichen finanziellen Belastungen für den städtischen Etat nach dem Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst auf 300 000 bis 400 000 Euro.

Wie berichtet, war ein Ergebnis in einem Gesamtvolumen von rund 3,5 Prozent mehr Lohn ausgehandelt worden, das in mehreren Schritten bis Mitte 2011 umgesetzt wird. „Das Geld kommt noch oben drauf und war noch nicht eingerechnet“, sagte er auf LN-Anfrage. Das Haushaltsdefizit Lüdenscheids liegt bekanntlich bei 55 Millionen Euro. Ein Ausgleich ist nicht in Sicht und so rutscht die Stadt wie viele andere Kommunen in die Haushaltssicherung. Die Aufsichtsbehörde in Arnsberg wird den Etat, der in der nächsten Ratssitzung am 15. März verabschiedet wird, dann unter die Lupe nehmen. „Wichtig ist zunächst einmal, dass die Behörde die Dringlichkeitsliste im Bereich der Investitionen genehmigt, damit wir diese in Angriff nehmen können.“ Jeden einzelnen Etatposten werde sich die Aufsichtsbehörde sicherlich nicht vornehmen. „Da müssten sie bei der Vielzahl der Kommunen, die in der Haushaltssicherung sind, ja 50 neue Leute einstellen“, meinte Blasweiler. Aber in der Arnsberger Behörde säßen fleißige Zeitungsleser, die auch die Diskussionen in Lüdenscheid verfolgten und abhefteten. Sprich: Unvorbereitet sind sie nicht.

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