Frau und Begleiter stellen sich der Polizei

In den Wald geflüchtet: Verschwundene Frau (23) taucht in Köln wieder auf

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Meinerzhagen/Lüdenscheid - Eine Frau flüchtet nach einem Frontal-Unfall unweit der Versetalsperre in den Wald. Die  eingeleitete Fahndung verläuft ergebnislos. Jetzt gibt es eine neue Entwicklung.

  • Ein Frontal-Unfall löste einen weiteren Einsatz aus
  • Die Unfallfahrerin flüchtete in den Wald
  • Offensichtlich handelte es sich um ein Callgirl

UPDATE Dienstag, 18.10 Uhr:  Die junge Frau, die mit einem BMW-Sportwagen unweit der Versetalsperre am Sonntag einen Unfall verursachte und anschließend in den Wald rannte, hat sich gestellt. 

Nach Polizeiangaben tauchte sie am Montagabend auf einer Polizeiwache in Köln auf und räumte die Taten ein. Aufs Revier begleitet wurde sie von dem „Bekannten“, der kurz nach dem Unfall an der Unfallstelle eintraf. Beide hatten nach Polizeiangaben eine „gemeinsame Spritztour“ durchs Sauerland machen wollen. 

Die 23-Jährige aus Berlin gab zu, das Unfallfahrzeug gefahren zu sein, obwohl sie keinen Führerschein hatte. Damit erklärte sie auch ihre Flucht. Die Polizei hatte am Sonntag eine groß angelegte Suchaktion gestartet – ohne Erfolg. 

Bei dem Begleiter, der das Treffen arrangiert haben soll, handelt es sich um einen 43-jährigen Mann aus Leverkusen. Er hatte in Düsseldorf den 530 PS starken Luxus-BMW angemietet, den er seiner jungen Bekannten überließ. Deshalb wird auch gegen ihn ermittelt. 

Die 23-Jährige muss sich wegen Unfallfluchts, Fahren ohne Fahrerlaubnis, desVerdachts auf Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz und unter Umständen wegen fahrlässiger Körperverletzung verantworten. Der beschädigte BMW wurde nach der Spurensicherung freigegeben. Er wartet ebenso auf Abholung wie ein sichergestellter Koffer mit persönlichen Gegenständen und Hygienartikeln der Frau.

Große Suchaktion im MK: Frau rennt nach Unfall mit Luxus-BMW in den Wald

Stand Montag, 18 Uhr: Die Polizei bestätigt auf Anfrage einen Frontalunfall am Sonntagnachmittag gegen 17.50 an der Kreuzung L694/L696 unweit der Versetalsperre. Beim zu schnellen Abbiegen geriet ein weißer Luxus-Sportcoupé BMW 850i (Neupreis ab 125.000 Euro) mit Münchener Kennzeichen durch die Fliehkraft in den Gegenverkehr. 

Dort kracht der Sportwagen auf eine entgegenkommende Mercedes E-Klasse mit einer Lüdenscheider Familie an Bord. Die Insassen des Mercedes - ein Mann (45), eine Frau (47) und eine Jugendliche (16) - erlitten einen Schock. Sie riefen die Polizei. 

Frau mit weißem Stirnband und Lederjacke entsteigt dem BMW-Coupé

Die Fahrerin des BMW-Coupés entstieg dem Wrack augenscheinlich unverletzt. Sie zog sich nach Angaben der Polizei zunächst zum Rauchen auf eine angrenzende Wiese zurück. Noch vor dem Eintreffen der Polizei rannte sie in den nahen Wald. 

Kurz nach dem Unfall erreichte ein weiterer Autofahrer die Unfallstelle. Er war dem BMW 850i nach Angaben der Polizei gefolgt. Nach Aussage von Polizeisprecher Christof Hüls war der Mann "ein flüchtiger Bekannter" der Unfallfahrerin, "weder verwandt noch verschwägert". Die beiden hätten sich erst kurz zuvor kennengelernt, um eine "gemeinsame Spritztour zu unternehmen". 

Dem BMW folgte in einigem Abstand das Auto eines "flüchtigen Bekannten"

Nach Informationen unserer Zeitung handelte es sich bei der Unfallfahrerin um ein Luxus-Callgirl. Polizeisprecher Hüls wollte das weder bestätigen noch dementieren. Das BMW-Coupé war zuvor bei einem namhaften Autovermieter angemietet worden. Das Fahrzeug wurde durch die Polizei sichergestellt. An beiden Autos entstand ein Sachschaden von 25.000 Euro. 

In dem Wagen fanden die Polizisten laut Polizeisprecher Hüls eine geringe Menge Betäubungsmittel und einen Koffer "mit persönlichen Gegenständen und Hygieneartikeln". Auch dieser Inhalt wurde sichergestellt. 

Frau verschwindet im Wald: Polizei leitet sofort Suchmaßnahmen ein

Als die eingesetzten Beamten feststellten, dass die Unfallfahrerin in den Wald geflüchtet war,leiteten sie sofort eine groß angelegte Fahndung in den umliegenden Wäldern ein. Dabei kam neben mehreren Streifenwagen und Polizeibeamten auch ein Spürhund zum Einsatz. 

Auch ein Polizeihund kam bei der Suche nach der verschwundenen Frau zum Einsatz.

Das Tier nahm die Fährte der Frau auf, verlor sie aber wenig später wieder. Im Zuge der Ermittlungen stieß die Polizei auch noch auf einen weiteren Zeugen, mit dem sich die Frau an einem Waldrand kurz unterhalten hatte. Der Mann ließ gerade eine Drohne steigen, als sich die Frau zu ihm auf einen Baumstumpf setzte. Dann habe sie telefoniert und sei kurz darauf wieder verschwunden, berichtete der Zeuge. 

Polizei veröffentlicht Beschreibung des mutmaßlichen Callgirls

Die Suche wurde nach Polizeiangaben um 21.30 Uhr eingestellt, ohne dass sich eine Spur der Frau fand. Die Polizei veröffentlichte daraufhin eine Personenbeschreibung der Flüchtigen: Demnach war die Frau zwischen 23 und 25 Jahre alt, zwischen 1,70 und 1,75 Meter groß und sehr schlank. Ihre blondgefärbten Haare reichten bis zu den Ellenbogen. 

Sie trug ein weißes Stirnband, eine schwarz-weiße Karo-Hose, ein weißes langes Top und eine schwarze Lederjacke. Auffallend war  so Polizeisprecher Hüls - ihre markante, weil lange Nase. Zeugen werden gebeten sich mit der Polizei in Meinerzhagen, Tel. 02354/9199-0, in Verbindung zu setzen. 

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