U3-Betreuung muss sichergestellt werden

Aus Sorge vor Abwanderung: Tagesmütter bekommen in MK-Stadt nun 3,50 statt 3 Euro

Kindertagespflege Corona Tagesmutter Halver
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Für die Region soll eine möglichst einheitliche Entgeltstruktur für Tagesmütter entwickelt werden.

Die Stadt Lüdenscheid erhöht erstmals seit 2008 die Entgelte in der Kindertagespflege, um auch in Zukunft die U3-Betreuung in der Bergstadt sicherzustellen. Ohne die Erhöhung war befürchtet worden, dass die unbedingt benötigten Tagespflegepersonen vermehrt U3-Kinder aus anderen Kommunen aufnehmen könnten, weil sie damit finanziell besser fahren würden.

Lüdenscheid - Die Entgelte werden aufs Niveau der Entgelte im Märkischen Kreis angehoben – in der Stufe 1 von 3 Euro auf 3,50 Euro, in der Stufe 2 von 4 Euro auf 4,60 Euro und in der Stufe 3 von 5 Euro auf 5,80 Euro. Dazu soll die Verwaltung Kontakt zum Märkischen Kreis aufnehmen und darauf drängen, eine möglichst einheitliche Entgeltstruktur für die Region zu entwickeln, damit es in der U3-Betreuung keinen Wettbewerb zwischen den Kommunen gebe.

Den Antrag hatten Bündnis 90/Die Grünen, CDU, SPD und FDP gemeinsam über den Jugendhilfeausschuss eingebracht. Den Haupt- und Finanzausschuss passierte er erwartungsgemäß, auch wenn diese Erhöhung für die Stadt Mehrkosten in Höhe von 240 000 Euro bedeutet. Bereits ab dem 1. Oktober 2021 gelten die neuen Entgelte.

Gültig ab 1. Oktober

Sven Haarhaus, Fachdienstleiter Finanzen, Steuern und Beteiligungen der Stadt, stellte in Aussicht, dass man die 240 000 Euro Folgekosten im neuen Haushalt unterbringen müsse. Mit anderen Worten: An anderer Stelle wird gespart werden müssen. Das indes störte die Ratsherren nicht. Jens Holzrichter (FDP) betonte, dass man auf den „Lüdenscheider Standard“ schon immer stolz gewesen sei, dass man die Qualität hochhalten wolle.

Jupp Filippek (Die Linke) stimmte dem Antrag auch zu, kündigte mit Blick auf die Höhe der Entgelte aber direkt einen Folgeantrag an. Die Bezahlung, so der Linken-Ratsherr, sei zu gering. Filippek sähe es lieber, die Tagespflegepersonen bei der Stadt anzustellen oder als Selbstständige angemessen zu entlohnen.

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