Die Tage der Großküche im Klinikum sind gezählt

Die Tage der Großküche im Klinikum sind gezählt.

LÜDENSCHEID ▪ Die Tage der Küche im Klinikum sind gezählt. „Wir haben den Grundsatzbeschluss gefasst, nach einer Ausschreibung der Leistung das Klinikum von außerhalb beliefern zu lassen und im Gegenzug dafür mehr Service drinnen im Klinikum anzubieten“, sagte der Geschäftsführer der Märkischen Gesundheitsholding GmbH & Co. KG Robert Schüwer am Mittwoch nach der Sitzung des Aufsichtsrates.

Zurzeit werden noch von 108 Beschäftigten der Märkischen Catering GmbH täglich rund 1300 Essen zubereitet, ein Großteil davon fürs Klinikum. „Wir werden schrittweise mit den Beschäftigten sprechen und versuchen, sie in unser neues Konzept zu integrieren.“

Dieses neue Konzept sieht vor, auf den Etagen des Klinikums jeweils zwei Stationsküchen einzurichten, über die die Patienten direkt vor Ort mehr Service und eine direkte Versorgung erfahren sollen. „Bestimmte Aufgaben wie Hol- und Bringedienste sollen dadurch nicht mehr von Pflegekräften vorgenommen werden, die sich dann auch mehr auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren können.“

Wie berichtet, ist das Planungssystem rund um die Küche bereits rund 30 Jahre alt, die Küche selbst 1986 bezogen worden. „Da musste sich einfach etwas ändern“, begründete Robert Schüwer die beabsichtigen Änderungen. Bereits 2011 wolle man nach der Sichtung der Ausschreibung mit der Umstellung beginnen. Die Versorgung der Kantine des Märkischen Kreises sei davon nicht betroffen. „Das läuft autark.“

Der Aufsichtsrat der Gesundheitsholding beschäftigte sich zudem mit dem Wirtschafts- und Finanzplan sowie dem Stellenplan für 2011. „Für das nächste Jahr müssen wir, unter anderem bedingt durch das Gesundheitsgesetz der Bundesregierung, eine leichte Delle hinnehmen. Sie liegt bei einem Minus von 991 000 Euro. In den Folgejahren rechnen wir wieder mit einem Plus.“

Der Stellenplan sehe für 2011 ein Minus von 49 Stellen vor, wobei es aber noch zu Umschichtungen der Aufgabenbereiche kommen könne. 1413 Vollzeikräfte weist der Plan aus, insgesamt 2200 Beschäftigte. Vorankommen will die Holding bei der Räumung des kompletten Geländes an der Hohfuhrstraße. Die Kinder- und Jugendpsychiatrie soll ins Haus IV in Hellersen ziehen. Für die Dialyse GmbH wird noch ein Standort gesucht.

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