„Täglich“ eine Operation wegen Stürzen

Schwester Annette Bremicker (l.) und Schwester Elke Krischke gipsen im Klinikum Hellersen das Bein von Frank Bluhm ein, der gestern Morgen in Brügge ausrutschte.

LÜDENSCHEID ▪ Eigentlich wollte Frank Bluhm heute nach Südtirol zu seinen Kindern reisen. Doch daraus wird vorerst nichts: Das Glatteis auf einem Gehweg in Brügge ließ ihn gestern Morgen ausgleiten. „Verdacht auf Wadenbeinbruch und Sehnenabrisse“ lautete die Schnelldiagnose in der Notfallambulanz des Klinikums Hellersen.

Dort und nicht in Südtirol wird er nach einer Operation die nächsten Tage verbringen müssen. Leise fluchend, doch auch mit einer gehörigen Portion Humor hörte sich der Unglücksrabe die Diagnose an.

Für die Klinik sind solche Unfälle derzeit Alltag. Das Glatteis der vergangenen drei Winterwochen sorgte für zusätzliche 21 Operationen. 32 Verletzungen wurden mit einem Gipsverband versorgt, entnehmen Dr. Markus Bald und Schwester Elke Krischke dem Computer. Insgesamt registrierten sie etwa 100 Patienten, deren Verletzungen auf Stürze durch Eis- und Schneeglätte zurückzuführen waren. Viele davon konnten nach Anlegen eines Verbandes gleich wieder nach Hause zurückkehren. Dazu kamen vier mehrfachverletzte Patienten aus schweren Verkehrsunfällen. „Wir haben fast rund um die Uhr den Operationssaal besetzt“, berichtet Dr. Markus Bald – oft werde bis Mitternacht und länger operiert. Kopfverletzungen durch Zusammenstöße mit fallenden Eiszapfen habe es bisher aber glücklicherweise nicht gegeben. ▪ thk

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