Dr. Tabea Esch neue Hospizpfarrerin

Dr. Tabea Esch (Mitte) wurde am Dienstag als Hospizpfarrerin von Leiterin Marion Döbbelin (2.v.l.), Superintendent Klaus Majoress (daneben) und dem Ehrenamtskreis willkommen geheißen.

LÜDENSCHEID ▪ Im Rahmen einer kleinen Andacht im Ehrenamtskreis wurde am Dienstagabend Dr. Tabea Esch als neue Hospizpfarrerin willkommen geheißen. Klaus Majoress, Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg, lobte die 33-Jährige als „großen Gewinn“ für das Hospiz und für die Kirche.

„Sehr nah, sehr offen und sehr zugewandt“ habe er die Theologin bisher erlebt, zum Beispiel beim Kreiskirchentag und wünschte ihr Gottes Segen für ihre kommenden Aufgaben. Dazu gehört neben Begleitungen und Aussegnungen im Hospiz auch der Einsatz in der Kirchengemeinde Oberrahmede und in der Rahmede. Im Hospiz übernimmt die Mutter des kleinen Anton, der im April des vergangenen Jahres zur Welt kam, die Aufgabe, die zuletzt Pfarrer Dieter Kuhlo-Schöneberg inne hatte, der sie aus beruflichen Gründen nicht mehr fortführen konnte. „Ich empfinde sie als Herausforderung. Aber sie ist auch eine Bereicherung für mich. Bei den ersten Begegnungen mit den Gästen im Hospiz habe ich schon viel gelernt. Es gibt mir sehr viel, wie sie zurückblicken in ihrer letzten Lebensphase, aber auch wie sie mit dem umgehen, was vor ihnen liegt.“ Außerdem sei es für sie sehr beeindruckend, wie liebevoll Hospiz-Leiterin Marion Döbbelin und ihr Team sich um die ihnen anvertrauten Gäste kümmerten und wie sehr sich auch die Ehrenamtlichen einsetzten. „Ich habe mich hier gleich sehr wohl gefühlt.“

Ihren Doktor in evangelischer Theologie hat Tabea Esch nach einem Studium in Marburg und Münster gemacht und trat dann ihr Vikariat in Hohenlimburg an. Nach einem Jahr Elternzeit führte sie nun der Entsendungsdienst der evangelischen Kirche nach Lüdenscheid. Mit dabei hat sie oft ihre Geige, auf der sie auch am Dienstagabend ein Kirchenlied begleitete und schon am Bett eines Gastes im Hospiz gespielt hat. „Das war sehr bewegend. Die Geige ist ein Teil von mir.“

„Es ist immer gut zu wissen, dass jemand in Grenzsituationen mitgeht, und es ist auch wichtig, loslassen zu können. Christus war ein Mitgeher. Mitgehen war ihm eine Herzenssache“, hatte Klaus Majoress zuvor gesagt und damit die Begleitung sterbender Menschen und ihrer Angehörigen im Hospiz als herausragende und fordernde Arbeit im Stillen hervorgehoben.

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