Szenerie rund um Kluser Spielplatz weiter brisant

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Nachdenkliche Gesichter prägten das Bild bei der jüngsten Kluser Stadtteilkonferenz im alten Telekomgebäude. Knapp 30 Besucher waren zu der Versammlung erschienen.

Lüdenscheid - Er gilt als ein Herzstück des gesamten Quartiers – der Kluser Spielplatz. Die Szenerie rund um die Freizeitanlage bietet dabei regelmäßig Anlass zu Diskussionen. Oft geht es dann um Schmutz, Lärm oder andere Belästigungen. Auch bei der jüngsten Kluser Stadtteilkonferenz rückte der Spielplatz jetzt wieder in den Fokus.

Der Tenor an diesem Abend: Die Situation rund um das Gelände hat sich entspannt. Probleme aber bleiben.

Zum Hintergrund: Der Kluser Spielplatz gilt als einer der betriebsamsten in der Stadt. Nicht nur an warmen Sommertagen ist es hier voll. Keine Überraschung, dass eine solche Resonanz mitunter Ärger verursacht. Krach, Vermüllung und Streitereien sind die Stichwörter.

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Stadtteilkonferenz an der Kluse

Zur Kanalisierung und Reduzierung solcher Disharmonien gab es bis dato mehrere Strategien: den Einsatz der Stadtstreife, ein Angebot für Kinder seitens der Freien Christlichen Jugendgemeinschaft (FCJG) sowie die Arbeit des sogenannten Teams Kluse, gebildet von zwei Mitarbeitern des Jugendtreffs Stern-Center.

Allerdings – nach 16 Jahre wird die FCJG ihre Aktivitäten an der Kluse jetzt einstellen. Wegen personeller und organisatorischer Umstände, so die Begründung. Derweil läuft die jeweils auf zwei Jahre befristete Tätigkeit des Teams Kluse aus.

In einem Antrag an den Jugendhilfeausschuss votierte die Stadtteilkonferenz einstimmig für eine Fortführung der offenkundig bewährten Teamarbeit. Das letzte Wort hat nun die Politik. Ein Anwohner formulierte es so: „Das ist doch keine Frage – das Team Kluse muss weitermachen.“

Aktuell, so die Beobachtung der Bürger, habe sich die Lage am Spielplatz verbessert, vor allem in Sachen Sauberkeit. Sorgen bereiten indes zwei dubiose, stadtbekannte Gestalten, die sich auf dem Gelände herumtreiben sollen. Zu Belästigungen sei es schon häufiger gekommen, auch ein Teppichmesser sei bereits gezogen worden. Das Urteil eines Vaters: „Die Kinder haben Angst.“

Was ist zu tun? Angeblich martialisch anmutende Polizei-Einsätze, bei der die Störer massiv fixiert wurden, sollen die anwesenden Kinder nicht eben beruhigt haben. Und auch keine dauerhafte Abhilfe geschaffen haben. Die Stadtstreife hat die Thematik unterdessen auf dem Schirm, verfügt aber nur noch über drei Mitarbeiter – für das gesamte Stadtgebiet.

Die nächste Kluser Stadtteilkonferenz findet am 10. April 2014 statt.

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