„Szenario“

Einzelhändlerin aus MK trotzt Corona, Online-Konkurrenz und Innenstadt-Umbau

Ronja Eick vor dem Szenario
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Für die schönen Dinge des Lebens hatte Ronja Eick schon immer ein Faible.

Kontinuität in stürmischen Zeiten. Seit 20 Jahren lebt die Lüdenscheider Gründerin Ronja Eick ihren Traum - allen Widrigkeiten zum Trotz.

Lüdenscheid – Ein eigenes Geschäft zu führen und sich mit schönen Dingen zu umgeben, war schon immer Ronja Eicks Herzenswunsch. 20 Jahre ist es her, seit sie diesen Traum mit der Gründung des „Szenario“ an der Corneliusstraße 1 verwirklichte.

Am 1. Oktober 2001 eröffnete die gelernte Schauwerbegestalterin, deren Laden sich zum Treffpunkt zum Bummeln, Stöbern, Plaudern und Kaffeetrinken entwickelt hat, nahe der Wilhelmstraße ihr kleines, feines Geschäft. Auf Lifestyle-Produkte konzentrierte sie sich von Anfang an. Als zweites Standbein kam vor fünf Jahren das „Szenario Living“, Corneliusstraße 2, mit vielen Artikeln rund ums Wohnen hinzu.

Viele Stammkunden wissen das besondere Flair des „Szenario“ und den familiären Umgang miteinander zu schätzen. „Es gibt aber immer noch Leute in Lüdenscheid, die uns nicht kennen“, weiß die Gründerin und Inhaberin.

Vor allem ihre Stammkunden haben Ronja Eick in der schweren Corona-Zeit den Rücken gestärkt. „Ich habe tolle Kunden“, sagt sie. Viele seien über die Jahre hinweg Freunde geworden. Während der Pandemie habe sie weitergemacht: Ware ausgeliefert oder an der Tür ausgehändigt. „Das hat auch Spaß gemacht. Ich habe viel Feedback zurückbekommen.“ Während des Lockdowns hätten Kunden sie mit kleinen Geschenken aufgemuntert. „Ich habe in dieser Zeit immer meine Tagestouren gemacht.“

Als wieder Click & Meet möglich war, habe sie Termine im 30-Minuten-Takt ausgemacht. Manch einer habe die 100-prozentige Konzentration, die sie dadurch für einen Kunden aufbringen konnte, auch genossen. „Ich habe sehr viel Dankbarkeit aus der Coronazeit mitgenommen“, sagt die Lüdenscheiderin, deren treue Begleiterin Emma – ein Mini Goldendoodle – die familiäre Atmosphäre im Laden noch ein wenig familiärer macht. Um präsent zu bleiben, hat Ronja Eick während der Pandemie eine eigene Internetseite aufgebaut und via Instagram und Whatsapp Kontakt zu ihren Kunden gehalten. „Ich habe in der Coronazeit sogar eine Auszubildende eingestellt“, sagt sie. Carla Vedder, ihre Ausbildende, macht bei ihr eine E-Commerce-Ausbildung und ist auf den elektronischen Handel spezialisiert. „Carla bringt neue Ideen mit“, lobt Ronja Eick.

Neben ihrer Auszubildenden gehören Vera Kappel („Seit 16 Jahren dabei“) sowie Marion Vedder, Carlas Mutter, und deren zweite Tochter Maria zum Team.

Auf den Innenstadtumbau und die Baustellensituation in der Wilhelmstraße angesprochen, wiegelt Ronja Eick ab. In der kleinen Nebenstraße tangiere sie der Umbau nicht sonderlich. „Was mir Bauchschmerzen macht, ist, dass die Stadt sehr dreckig ist“, sagt sie. Mit Blick auf die Leerstände sei es wünschenswert, auf mehr Synergien in der Innenstadt zu setzen. „Die Entwicklung bleibt stehen“, beklagt sie.

Ohne ein Datum nennen zu wollen, plant Ronja Eick zum runden Geburtstag ihres Geschäfts eine kleine Überraschung. „In Planung ist etwas, woran die Kunden sich erfreuen können.“

Geöffnet ist das Geschäft dienstags bis freitags von 10 bis 13 Uhr und 14 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 15 Uhr.

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