400 Lebensmittelpakete sind gepackt

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400 Lebensmittelpakete sind gepackt und sind bis zur Verteilung in einem Kühlraum gelagert.

Lüdenscheid - Seit eineinhalb Wochen ist Michael Wirth von der Flüchtlingsberatungsstelle des Diakonischen Werkes und des Evangelischen Kirchenkreises Lüdenscheid Plettenberg mit Mahmoud Zaid wieder in Jordanien, um Flüchtlingen aus Syrien zu helfen. Wie berichtet, waren rund 40 000 Euro Spenden für die zweite Hilfsaktion zusammengekommen. Am Mittwoch erreichte uns ein Bericht Wirths aus der Region Irbid:

„Dieses Mal sollen diejenigen Flüchtlinge direkte Hilfe bekommen, die in die Region Irbid direkt in die jordanische Gesellschaft eingewandert sind und zunächst unregistriert waren. Ihre Lebenssituation ist prekär und von Armut und oft von Verzweiflung gekennzeichnet. Gesundheitsversorgung und die Versorgung mit dem Lebensnotwendigen bleiben in einer Schattenwelt der Flucht gefangen.

Wir haben zunächst zu unseren Partnern der ersten Reise Kontakt aufgenommen. Mit Vertretern des Rotary Clubs aus Irbid und Amman wurde über unser Vorhaben gesprochen und der Rat einiger exponierter Mitglieder des Clubs eingeholt. Auch mit dem Fachleiter für Migration der Hashemite Charity Organisation in Amman nahmen wir Kontakt auf und führten erfolgreiche Verhandlungen. Herr Kilani sagt uns seine umfängliche Unterstützung zu, als auch die rechtliche Absicherung unseres Handelns in Jordanien. Seine Organisation wird uns 400 Flüchtlingsfamilien nennen, die besonders hilfsbedürftig sind. Von dort werden die Familien zum Übergabeort der Spenden eingeladen. Unsere Absicht, im Land selbst einzukaufen und an die eingewanderten Flüchtlinge zu verteilen, trifft auf uneingeschränkte Akzeptanz, da die jordanische Gesellschaft und deren Handel einbezogen wird. Wir haben uns entschlossen, auch ärmsten jordanischen Familien zu helfen, um Sozialneid zu begegnen und zu dokumentieren, dass wir die Flüchtlinge im Fokus unserer Hilfe haben, ohne die Gesellschaft, in der sie Aufnahme fanden, zu vergessen. Die Jordanier nehmen eine große Belastung in Kauf, um Syrern Aufnahme zu gewähren. Das wollen wir durch unser Hilfekonzept honorieren. Mit dieser Einstellung öffnen sich zurzeit alle Türen, und es begegnet uns ein großer Respekt, dass wir als christliche Institution in einem islamischen Land diese Hilfe anbieten.

Um unsere Planung zu konkretisieren, haben wir Angebote von Lebensmittelgroßhändlern eingeholt und uns dann für einen Partner entschieden, der selbst aus Syrien stammt und vor Jahren nach Jordanien eingewandert ist. Herr Sharkastli stellte uns nach Schilderung unseres Anliegens die Lebensmittel zusammen, die seiner Erfahrung nach am besten geeignet sind und den Familien am nachhaltigsten helfen, für circa zwei Monate über die Runden zu kommen.

In den Warenkorb kamen Reis, Nudeln, Milchpulver, Käse, Speiseöl, Fischkonserven, Zucker, haltbare Wurst und etwas für die Kinder usw. Es handelt sich bei diesem Sortiment um circa 25 bis 30 Kilogramm Lebensmittel und 15 Liter Speiseöl. Das Hilfsangebot wird durch Ventilatoren ergänzt. Diese stellen bei 40 Grad nun wirklich keinen Luxus dar, sondern sind eher lebensnotwendig. Das kann ich aus eigener Erfahrung zwischenzeitlich bestätigen. Einigen Familien werden wir dabei helfen, nicht obdachlos zu werden.

Hilfe ist möglich, die Hilfe kommt an“, schließt Michael Wirth seinen Bericht und wirbt um weitere Spenden für die Menschen in dieser Region. - my

Konto 562 des Ev. Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg, Stichwort Syrien-Hilfe, Sparkasse Lüdenscheid BLZ 458 500 05.

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