Sympathie für Flaggen und Gesang

LÜDENSCHEID ▪ Ganz „Lüdafrika“ feiert in Schwarz-Rot-Gold. Flaggen an Häusern, Fähnchen an Autos, Hüte, Mützen, Girlanden, Schals, sogar Vuvuzelas tragen die Farben der Bundesflagge – von der Scherzbolde behaupten, die seit rot und habe oben einen schwarzen und unten einen gelben Streifen. Ist der Schmuck übertrieben oder angemessen, hässlich oder hübsch? Und: Sollten Jogis Jungs die Nationalhymne mitsingen? Die LN-Redaktion hat in einer kurzen Umfrage in einigen Teams nachgefragt, die am „Lüdafrika-WM-Tipp“ teilnehmen.

Feuerwehrmann und Team-Kapitän Jörg Seuster findet die Flaggen und Fahnen „völlig in Ordnung“. Auch das Fernsehzimmer der Wachabteilung sei reichlich geschmückt. „Ich finde schon, dass die Mannschaft singen sollte.“

Kai Pritschow vom Team Sparkasse sagt: „Das ist schön, dass Deutsche sich endlich trauen, Flagge zu zeigen.“ Früher sei das ja verpönt gewesen. Die Profi-Kicker sollten schon mitsingen, meint Pritschow. „Aber aus Überzeugung – und nicht, weil es vorgeschrieben ist.“

Dass die Lüdenscheider fleißig Flagge zeigen, hält Paul Alexander Barth, Team-Kapitän beim Roten Kreuz, in der Zeit der WM-Spiele für „völlig angemessen“. Auch Barth wünscht sich mehr Sänger in der deutschen Elf, „aber sie sollten aus Überzeugung singen“.

„Das ist kein übertriebenes Nationalbewusstsein, sondern der Fahnenschmuck gehört mittlerweile zum Fußball-Event dazu“, sagt Sebastian Schefe, der im Jugendtreff Stern-Center das Acht-Nationen-Team befehligt. Direkt vor dem Spiel zu singen, müsse nicht sein, sagt Schefe. „Das ist die Konzentrationsphase vor dem Spiel, da hat jeder was anderes im Kopf.“

„Teilweise ganz schick“ findet Rainer Stach vom Team Polizei den Fahnenschmuck – und keineswegs übertrieben. Und: „Es hat mir gut gefallen, dass Beckenbauer seine Jungs damals zum Singen angehalten hat.“ Wie die Engländer singen, das findet Rainer Stach gut. „Die schmettern so richtig einen raus, das ist schön.“

Der Team-Käpt’n im Klinikum Hellersen, Thomas Köppelmann, freut sich über die „sehr lockere Art und hübsche Dekorationen“ in Schwarz-Rot-Gold. „Auch darüber, dass man in Lüdenscheid Vertreter aller möglichen Nationen mit ihren Flaggen und Trikots sieht.“ Zum Thema Singen meint Köppelmann: „Da sollten die Jungs ruhig mehr mannschaftliche Geschlossenheit zeigen. Entweder singen alle oder keiner!“

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