Löhrmann in Lüdenscheid: Lob für die "Denkfabrik"

+
Sichtlich angetan von der Phänomenta: Von Kindern aus dem Münsterland, die gerade hier zu Gast waren, ließen sich Schulministerin Sylvia Löhrmann und Direktkandidat Geza Lang die Experimente des Science-Centers erklären.

LÜDENSCHEID - Sylvia Löhrmann, stellvertretende Ministerpräsidentin und Schulministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, hat am Donnerstag Station gemacht auf einer Bürgerversammlung der heimischen Grünen im Schillers.

Von Thomas Hagemann

„Mein Verhältnis zu Hannelore Kraft ist gut und professionell, aber um mit Rotgrün das Land weiter regieren zu können, kämpfen wir um die Zweitstimme für Grün,“ sagte Löhrmann. Auch Landtags-Direktkandidat Geza Lang erhielt von ihr ein dickes Lob: „Nirgendwo klappt die Zusammenarbeit zwischen Landes- und Ortsebene so gut wie bei den Grünen.“

Löhrmann nahm sich denn auch der Themen an, die Geza Langs Termine im Wahlkampf vorgaben – ob im evangelischen Gymnasium Meinerzhagen, im Lüdenscheider Jugendkulturbüro oder bei der alevitischen Gemeinde. Thema Schulpolitik: „Wir hatten die Sekundarschule schon 2008/09 im Wahlprogramm, haben die SPD überzeugt und sie in den Schulkonsens eingebracht“, gab sich Löhrmann selbstbewusst. „Die CDU musste erst eine Wahl verlieren, um dabei mitzumachen.“ Heute seien die meisten Sekundarschulen im Regierungsbezirk Arnsberg angemeldet. „Das zeigt: Wir lagen richtig damit, für den Erhalt weiterführender Schulen im ländlichen Raum zu kämpfen.“

Zum Thema Integration: „Wir steigen gerade mit den Aleviten in den deutschsprachigen Islamunterricht an weiterführenden Schulen ein. Das ist nicht nur gelebte Integration, das schützt auch vor Extremismus. Und ich appelliere an die Eltern, alle Bildungsmöglichkeiten für die Kinder zu nutzen“, erklärte die Schulministerin.

Zu den Problemen auch in Lüdenscheid, genügend Kindergartenplätze für Kinder unter 3 Jahre zu schaffen, sagte Löhrmann: „Man kann den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz nicht auf 35 Prozent festlegen – was machen denn Eltern, die zum 36. Prozent gehören?“ Die Infrastruktur weiter auszubauen, stehe für die Grünen, anders als für die SPD, vor weiteren beitragsfreien Kita-Jahren. Nein sagten die Grünen daher auch zum Unions-Vorhaben, ein Betreuungsgeld an Eltern zu zahlen, die ihre Kinder zu Hause behalten.

Von Geza Lang und der Lüdenscheider Projektbeauftragten Pina Giordano ließ sich Löhrmann die „Denkfabrik“ erläutern und die neue Fachhochschule sowie die Phänomenta zeigen. „Hier zeigt sich, wie vielgestaltig unsere Bildungslandschaft ist. Es kommt darauf an, die Bedarfe jeder Region – hier an technischem Nachwuchs – durch angepasste Bildungsgänge zu befriedigen“, erklärte die Grünen-Politikerin. Sie werde sich dafür einsetzen, dass Besuche in der Denkfabrik Bestandteil des Schulunterrichts werden, wenn die Schulen das unterstützten. Geza Lang zeigte sich am Ende begeistert von der grünene Spitzenfrau: „Da haben wir die Richtige an der richtigen Stelle.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare