Südwestfalentag im September in Lüdenscheid

Die Vorbereitungen auf den Südwestfalentag trifft Katrin Meyer von der Südwestfalen-Agentur. Sie war jetzt in Lüdenscheid, um mit Martin Haase vom Ordnungsamt Sicherheitsdetails zu planen.

LÜDENSCHEID ▪ Wenn der Themenschwerpunkt einer Großveranstaltung wie dem Südwestfalentag 2011 in Lüdenscheid schlicht „Jugend und Bildung“ heißt, dann klingt das erstmal verdächtig nach Oberlehrervortrag. Doch genau das will Katrin Meyer, Planerin bei der Arnsberger Südwestfalen-Agentur, am Sonntag, 25. September, auf dem Rathausplatz vermeiden.

„Wir wollen auf lebendige Art und Weise zeigen, was die Regionale 2013 inzwischen für Südwestfalen bedeutet“, sagt sie. Deswegen sollen die Info-Teile in den fünf Projektzelten mit interaktiven Ausstellungen zur Regionale von 14 bis 21 Uhr bunt verpackt werden – in ein abwechslungsreiches Programm aus Musik, Talk und der Kür zum „Verein des Jahres“. Die Palette reicht vom Open-air-Gottesdienst über Popkonzerte bis hin zur Talkrunde mit den Landesministern Harry Kurt Voigtsberger (SPD) und Johannes Remmel (Grüne). Auch die Landräte der fünf Regionale-Kreise haben ihr Kommen zugesagt.

Martin Haase, als Leiter des Lüdenscheider Ordnungsamtes für die Sicherheit zuständig, bringt seine Erwartungen auf den Punkt: „Das wird wie ein zweites Stadtfest.“ Das Original findet zwei Wochen vorher statt, und zu beiden September-Veranstaltungen erwartet Lüdenscheid zehntausende Besucher, zumal der Südwestfalentag ein verkaufsoffener Sonntag ist. Kann die Stadt das denn so kurz nacheinander stemmen? Auf jeden Fall, meint die Lüdenscheider Regionale-Beauftragte Giuseppina Giordano: „Anders als beim Stadtfest sind wir nicht Ausrichter des Südwestfalentages – das ist die Agentur.“ Auch das inhaltliche Angebot werde zum größten Teil eben nicht wie beim Stadtfest von Lüdenscheider Vereinen getragen, sondern von den Städten, die an der Regionale 2013 teilnehmen. Heißt also: Lüdenscheid selbst hat mit dem Südwestfalentag bedeutend weniger Arbeit.

Für Martin Haase gilt das natürlich nicht. Der Ordnungsamtschef hat gemeinsam mit Polizei, Feuerwehr und Hilfsverbänden bei beiden Großereignissen für die Sicherheit zu sorgen. Und das ist nach der Loveparade-Katastrophe ein schwierigeres Geschäft geworden. Denn jetzt muss laut Landeserlass jeder Großveranstalter ein Sicherheitskonzept mit strengen Vorgaben vorlegen. Das gilt auch für den Rathausplatz, auch wenn ausreichende Fluchtwege hier kein Problem sind. Martin Haase und Katrin Meyer müssen neben den eingesetzten Kräften, ihren Standorten und Verbindungen zum Beispiel auch aufführen, wie Durchsagen an das Publikum gewährleistet sind. Oder wann und wie sie die Veranstaltung absagen, falls für den Sonntag eine dicke Sturmwarnung durchgegeben wird.

Auch wenn sie sich mit so etwas jetzt auseinandersetzen muss, hofft Kirsten Meyer natürlich auf einen sonnigen und sorgenfreien Festtag in Lüdenscheid. Sonne, schmunzelt Haase, ist hier ja fast garantiert.

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