Bewährtes Team leitet Förderverein

Brigitte Hilbrandt, Anita Pfeiffer, Ulrich Kilo und Annette Wilk (v.l.) Vorstand des Fördervereins der Suchtberatungsstelle.

Lüdenscheid - Der Förderverein der Suchtberatungsstelle des Diakonisches Werkes geht mit einem bewährten Team in die kommenden zwei Jahre. Dank des Spendenaufkommens konnte die Stelle einer Suchtberaterin von 17 auf 19,5 Stunden aufgestockt werden, was wiederum vier bis fünf Klienten den Platz auf der Warteliste erspart.

Auf der Jahreshauptversammlung wurden Ulrich Kilo (1. Vorsitzender), Anita Pfeiffer (2. Vorsitzende), Annette Wilk (Kassiererin) und Brigitte Hilbrandt (Schriftführerin) in ihren Ämtern bestätigt.

Ein erster Kontakt für Hilfesuchende – seien es Abhängige oder deren Angehörige – erfolgt zwar innerhalb von 14 Tagen, die Wartezeit danach liegt aber bei acht Wochen. Eine Viertelstelle des Beratungsteams mit Peter Nehrenheim, Sonja Middendorf, Andrea Bäcker und Monika Triffo sowie Ulrike Lienenkämper im Sekretariat wird über Spenden, die der Förderverein akquiriert, und Mitgliedsbeiträge finanziert. Dafür sind Jahr für Jahr rund 15 000 Euro notwendig. Zudem trägt der Erlös aus Veranstaltungen dazu bei, von denen zwei größere im Museum und Kulturhaus für 2015 bereits feststehen. „Wir bedanken uns bei allen Spendern, die unsere Arbeit unterstützen.“

Im vergangenen Jahr wurden 164 Klienten von dem Beratungsteam des Diakonischen Werkes betreut. Ingesamt gab es 454 Erstkontakte. Die Anzahl der Einzelgespräche lag bei 1696, bei den Gruppenkontakten standen unterm Strich 2243. Die Hauptdiagnosen bei den Klienten sind Alkoholabhängigkeit, gefolgt von pathologischem Glücksspiel. „Die Spielsucht entwickelt sich immer schneller, vor allem im Bereich der Sportwetten“, sagt Peter Nehrenheim. Spielsucht sei oft auch verbunden mit Perspektivlosigkeit und der Hoffnung, zum Beispiel über Sportwetten schnelles Geld zu machen.

Unter den Angehörigen von suchtkranken Menschen meldeten sich immer mehr Frauen. Den sogenannten Co-Abhängigen falle es nicht selten schwer, Grenzen zu setzen. Die Bereitschaft zu helfen, stoße da wiederum an ihre Grenzen.

Der Förderverein präsentiert sich seit kurzem mit einem neuen Flyer. Telefonisch erreichbar ist die Suchtberatungsstelle unter 0 23 51 /90 74--57

Von Martin Messy

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare