Suche nach Lösungen: Leseprojekt Wort-Klang soll fortgesetzt werden

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Mit Tüten voller Wortvergnügen, vom Kinder- und Jugendliteraturzentrum „Jugendstil“ aus Dortmund bestückt und an Kinder in elf nordrhein-westfälischen Städten verschenkt, können die „Wort-Klang“-Partnerinnen Christa Cardinal von Widdern (links) und Susanne Boroske 15 Erst- und Zweitklässlern eine Freude machen. Nicht im Bild Susanne Diebel als Dritte im Bunde.

Lüdenscheid - „Wir wollen Wort-Klang auf alle Fälle am Leben erhalten.“ Voraussichtlich nach den Sommerferien – sofern Corona dies zulässt – soll das musik- und theaterpädagogische Vorleseprojekt „Wort-Klang“ an der Adolf-Kolping-Schule fortgesetzt werden.

„Vor den Ferien ist das aus organisatorischen Gründen nicht zu stemmen“, erläutert Lehrerin Christa Cardinal von Widdern, die Ideengeberin des Projekts. Nach dem März-Termin für die zweiten Klassen zu Beginn der Pandemie muss daher corona-bedingt auch der Juni-Termin für die ersten Klassen ausfallen. Nachgeholt werden können die Veranstaltungen nicht.

Dass die musikalischen Lesungen im Rahmen des Elterncafés der Schule nach den Sommerferien wieder aufgenommen werden können – digital oder in größeren Räumlichkeiten – hoffen auch Theaterpädagogin Susanne Diebel und Musikpädagogin Susanne Boroske, die die vierteljährlich stattfindenden Wort-Klang-Veranstaltungen stets zu einem unvergesslichen Erlebnis für Kinder und Eltern machen. Denkbar wäre eine Verlegung auf den Schulhof, ins Atrium oder die Turnhalle beziehungsweise ein Vorleseerlebnis in digitaler Form. Wie genau, ist noch nicht entschieden.

Angedacht sind die Termine 2. Oktober für die vierten Klassen und 20. November für die dritten Klassen, letzterer gekoppelt an den bundesweiten Vorlesetag.

„Die Akteure sind mit Begeisterung dabei und die Kinder auch“, erklärt Christa Cardinal von Widdern, aus deren langjähriger schulischer Beteiligung am bundesweiten Vorlesetag die Idee der musikalischen Lesungen hervorging, das Erfolgsrezept der Reihe. „Das ist Schule mit Begeisterung. Es herrscht ein unglaublich guter Geist im Raum.“

Nicht zuletzt der Professionalität von Susanne Diebel und Susanne Boroske (Klavier), die in Wort und Klang ausgewählte Bücher zum Leben erwecken, sei der Erfolg der Reihe zur Entwicklung der Sprachfreude geschuldet. Alte und neue Bücher – mit Musik untermalt – kommen zu Ehren. Die Viertklässler wissen die Theater- und Musikpädagogin alljährlich mit den Geisterjägern von Cornelia Funke zu begeistern. Nach der Lesung sei der Zugriff auf die Bücher in der Schulbücherei groß.

Waren die Lesungen anfangs stets an die Klassen von Christa Cardinal von Widdern gekoppelt, kommt mittlerweile jedes Kind der Schule in den Genuss von Wort-Klang. Im Verlauf seiner Schulzeit erlebt jedes Kind normalerweise vier Lesungen mit. Als Kooperationspartner ist die Volkshochschule mit im Boot. Unterstützt wird das Projekt von der Sparkasse, dem Förderverein der Adolf-Kolping-Schule und der Kolpingfamilie.

Das Projekt Wort-Klang selbst findet unterdessen immer mehr Liebhaber. Nach Informationen unserer Zeitung haben bereits die Erwin-Welke-Schule und die Phänomenta ihr Interesse an dem Vorleseprojekt bekundet.

Lesetüten für Erst- und Zweitklässler

Durch Tüten voller Wortvergnügen, die das Kinder- und Jugendliteraturzentrum NRW „Jugendstil“ aus Dortmund bestückt und an Kinder in elf Städten verschenkt hat, können Christa Cardinal von Widdern, Susanne Diebel und Susanne Boroske einem Teil der Erst- und Zweitklässler gleichsam als Ersatz für die ausgefallenen Lesungen jetzt unverhofft eine Freude machen. 15 der insgesamt 500 an verschiedene Einrichtungen vom Familientreff bis zum Kinderhospiz verteilten Tüten gingen an die Schule. Der Kontakt zum Zentrum kam durch VHS-Projektleiterin Susanne Boroske zustande. An Familien mit kleinem Budget sollen die Tüten als Lektüre für die Ferien verteilt werden. Persönlich wird Christa Cardinal von Widdern die Tüten mit dem lustigen Bilderbuch „Seepferdchen sind ausverkauft“ und passendem Spiel- und Bastelmaterial den Familien überreichen.

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