Sturmtief Petra hat Lüdenscheid fest im Griff

Sieben Unfälle mit zwei Leichtverletzten ereigneten sich im Lüdenscheider Stadtgebiet.

LÜDENSCHEID ▪ Das Sturmtief „Petra“ zog am Donnerstag im Laufe des Nachmittags bis in die späten Abendstunden zunächst leise, aber dann immer heftiger über Lüdenscheid hinweg. Nach und nach überzog es die Stadt mit einer circa 20 Zentimeter dicken Schneeschicht. Böiger Wind sorgte für Schneeverwehungen.

Gegen 18 Uhr passte die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG) und stellte den Busverkehr ein. Das mussten einige Lkw-Fahrer zwangsläufig, die auf der Werdohler Landstraße, dem Wahrde-Abstieg in Brügge und zwischen Herscheid und Lüdenscheid ins Rutschen kamen und sich querstellten. Staus waren die Folge.

Auf den Straßen im Stadtgebiet ereigneten sich nach Angaben der Polizei sieben Unfälle mit zwei Leichtverletzten – Sachschaden: insgesamt gut 11 000 Euro.

Die Einsatzkräfte des Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetriebes Lüdenscheid (STL) waren nach Angaben des stellvertretenden Werkleiters Heino Lange am Donnerstag von 13 bis 21 Uhr im Einsatz. In der Nacht zu Freitag gegen zwei Uhr ging die nächste Mannschaft an den Start, um möglichst bis zum Berufsverkehr die Hauptverkehrsstraßen befahrbar zu machen. „Ob das gelingt, hängt auch davon ab, ob und wann der Schneefall nachlässt. Behinderungen kann es dann natürlich dennoch geben“, erklärte er.

Auf der Sauerlandlinie staute sich der Verkehr ab Hagen-Süd bis Abfahrt Lüdenscheid Nord, da ein querstehender Laster für Behinderungen sorgte. Die Autobahnpolizei vermeldete allerdings bis Redaktionsschluss keine Unfälle mit Verletzten. „Es ist bisher nicht so schlimm wie befürchtet“, sagte ein Sprecher.

Die Lüdenscheider Schulleiter hatten schon frühzeitig auf das vom Deutschen Wetterdienst angekündigte Sturmtief reagiert und den Schulbetrieb nach der vierten Stunde eingestellt.

Wer nicht unbedingt raus musste, blieb in den eigenen vier Wänden, ging höchstens nach draußen, um Bürgersteige und Einfahrten freizuschaufeln. Doch das war angesichts der anhaltenden Schneefälle eine frustrierende Beschäftigung. In der Innenstadt kämpften sich nur wenige Passanten durch das dichte Schneetreiben.

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