150 Kräfte im Einsatz

Orkanböen treffen Lüdenscheid und MK -  umgestürzte Bäume, eine Straße noch gesperrt

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Der Löschzug Brügge beseitigte an der Mintenbecker Straße einen großen umgestürzten Baum.

[Update, 21.20 Uhr] Lüdenscheid - Auch in Lüdenscheid hat Sturm "Eberhard" gewütet. Mehrere Straßen waren wegen umgestürzter Bäume gesperrt - darunter auch die A45. Eine Straße bleibt es bis auf Weiteres. Es gab Sachschäden.

21:20 Uhr: Die Feuerwehr Lüdenscheid hat den Einsatzstab um 20 Uhr aufgelöst, nachdem sich die gesamte Wetter- und Einsatzlage entspannt hat. Bis auf die Einsatzstelle an der Treckinghauser Straße wurden alle 36 Einsatzstellen erfolgreich abgearbeitet. 

Auch die Bereitschaften an den Gerätehäusern wurden aufgelöst und die "Lage" auf eine normale Einsatzbearbeitung zurückgefahren. Die Leitung der Feuerwehr bedankt sich bei allen Einsatzkräften von Feuerwehr, DRK, JUH und THW für die geleistete Arbeit und Unterstützung. 

Dank des besonnenen Vorgehens ist es bei keinen der rund 150 Einsatzkräfte zu Personenschäden gekommen. Auch wurden keine Personenschäden durch den Sturm aus der Bevölkerung bekannt.

19.30 Uhr: Die Feuerwehr Lüdenscheid spricht gegen 19.30 Uhr nun von insgesamt 37 Einsatzstellen, von denen bis jetzt 34 abgearbeitet werden konnten, an zwei Einsatzstellen arbeiten derzeit noch die Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW. Rund 120 Kräfte sind in Lüdenscheid im Sturm-Einsatz.

Um die Feuerwehrkräfte zu unterstützen, sind die Rettungsdienste von Johanniter-Unfallhilfe und DRK in den Feuerwehrgerätehäusern angerückt. Die Johanniter schreiben bei Facebook: 

"Aktuell befinden sich unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer unserer Einsatzeinheit im Unwettereinsatz in Lüdenscheid. Aktuell besetzen wir zwei Gerätehäuser der Freiwilligen Feuerwehr im Stadtgebiet, um die rettungsdienstliche Erstversorgung sicherstellen zu können. Außerdem stehen weitere Einsatzkräfte an der JUH Wache in Bereitschaft."

Auch das DRK Lüdenscheid ist im Unwettereinsatz. Auf Facebook schreibt das DRK:

"Aktuell befinden wir uns mit 33 Helferinnen und Helfern der Gemeinschaft Lüdenscheid sowie dem DRK Brügge im Unwettereinsatz. Dabei besetzen wir mit 2 Rettungsmitteln die freiwilligen Löschzüge zum Eigenschutz, sowie 2 Rettungsmittel zur Unterstützung im Regelrettungsdienst. Zusätzlich stellen wir die Verpflegung für über 120 Einsatzkräfte im Stadtgebiet."

18.48 Uhr: Stand 18.48 Uhr hat es in Lüdenscheid 35 sturmbedingte Einsätze gegeben. Kreisweit waren es rund 300. 

Die Polizei war an 18 Gefahrenstellen auf Lüdenscheider Stadtgebiet aktiv. Kreisweit waren es 120 Einsätze der Polizei. 

Klar ist dagegen: Die Treckinghauser Straße bleibt bis auf Weiteres gesperrt. Dort sind mehrere Bäume umgestürzt. Hier soll Straßen-NRW zu einem späteren Zeitpunkt anrücken. Die Feuerwehr wird hier nicht aktiv. 

18.09 Uhr: Um kurz nach 18 Uhr wurde die Wehberger Straße geräumt und wieder freigegeben. Teile des Gehweges bleiben aber gesperrt.

17.50 Uhr: Gegen 18 Uhr gab die Feuerwehr Lüdenscheid einen kurzen Zwischenstand über die Großeinsatzlage in der Bergstadt: Aktuell sind alle Feuerwehreinheiten der Stadt Lüdenscheid sowie das THW im Einsatz. 

Derzeit zeigt die Einsatzliste 31 Einsatzstellen, von denen bereits 14 Stellen abgearbeitet werden konnten. Die Sperrung der Altenaer Straße konnte aufgehoben werden, die Treckinghauser Straße bleibt zwischen Sonneborn und Wasserwerk  weiterhin gesperrt. 

Die Autofahrer wurden ab Lüdenscheid-Nord von der A45 geleitet.

16.55 Uhr: Auf Facebook wandte sich die Feuerwehr Lüdenscheid bereits gegen 17 Uhr an die Öffentlichkeit. Aktuell werden die Gerätehäuser der Feuerwehr auch mit rettungsdienstlichem Personal besetzt.

Derzeit gebe es zahlreiche Einsätze in Lüdenscheid. Sämtliche sturmbedingten Einsätze werden über einen gerade eingerichteten "Meldekopf" abgearbeitet.

Notrufe erfolgen aber weiterhin über den Notruf 112. 

Abhängig von den jeweiligen Gefährdungspotentialen werden die Einsätze nach Priorität abgearbeitet. 

Die Feuerwehr warnt alle Lüdenscheider:  Es wird dringend davon abgeraten, sich im Freien aufzuhalten - das gilt auch für einen kurzen Spaziergang mit Hund. 

Überall in der Stadt muss mit umherfliegenden Dachteilen und umstürzenden Bäumen gerechnet werden. Sie stellen aktuell "ein nicht abschätzbares Risiko dar!", schreibt die Feuerwehr. 

Auch im Bereich von Baustellenabsicherungen ist erhöhte Vorsicht geboten! 

Am Nachmittag war schon  der Löschzug Brügge an der Mintenbecker Straße im Einsatz und musste einen dicken Baum beseitigen. 

Die A45 war die Fahrtrichtung Dortmund zwischen Lüdenscheid-Nord und Hagen-Süd  gesperrt. Der Grund hierfür waren umherfliegende Baustellenschilder und Barken. 

Diese wurden durch den Sturm teilweise umgeworfen, teilweise aber auch auf die Fahrbahn verschoben. 

So mussten die Autofahrer auf einem Teilstück regelrecht Slalom fahren.  Der Verkehr wurde an der Abfahrt Lüdenscheid-Nord abgeleitet, die Zufahrt von der Polizei mit Flatterband gesperrt.

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