Ein Stückchen Lebensqualität

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Beliebter Punkt zum Ausruhen: Auf Nachfrage beim Beschwerdemanagement wurde die Bank an der Ecke Scharnhorststraße/Höher Weg neu aufgestellt. ▪

LÜDENSCHEID ▪ Für die einen ist es einfach nur eine Bank – für die anderen Ruhepol im Grünen, Anlaufstelle nach dem beschwerlichen Aufstieg oder Treffpunkt für ein Pläuschchen. Lange Zeit mussten die Anwohner der Höh allerdings auf diese Bank verzichten, weil Unbekannte sie zerstört hatten. Versuche, sie wieder aufstellen zu lassen, scheiterten. Bis jetzt.

Denn Edith Corswandt (87) startete nun einen neuen Versuch und schrieb mit Hilfe ihres Sohnes eine E-Mail an Bürgermeister Dieter Dzewas. Darin heißt es unter anderem: „Natürlich mache ich mich noch ab und zu auf den Weg zum Einkaufen in den Schlachthaus. Ein beschwerlicher Weg für mich, vor allem zurück. Früher hatte ich ein kleines Ziel. An der Ecke zur Scharnhorststraße stand eine Bank zum Ausruhen und wieder Luft holen.“ Und: „Wäre es nicht möglich, diese Bank wieder aufzustellen? Ich würde mich freuen – es wäre ein Stück Lebensqualität zurück gewonnen.“

Und sie hatte Glück: Wie alle Bürgeranfragen landete auch ihre E-Mail beim Ideen- und Beschwerdemanagement der Stadtverwaltung. „Wir bekommen natürlich das ganze Jahr über Anfragen mit Dingen, die für die Stadt wünschenswert wären“, erklärt Fachdienstleiterin Petra Noack auf LN-Anfrage. „Doch aufgrund des nicht vorhandenen Geldes lässt sich vieles nicht realisieren.“

Nichtsdestotrotz gehe man den Ideen und Beschwerden nach und versuche zu helfen. „Im Fall der Bank haben wir uns ein Bild von der Örtlichkeit gemacht und die Notwendigkeit erkannt“, verweist Noack auf die Topografie, die für die vielen dort lebenden Senioren nur schwer zu bewältigen sei. Und ihr Team hatte Glück: Denn im Bestand des STL war gerade eine Bank übrig, so dass diese kurzfristig aufgestellt werden konnte. „Wir sind froh, dass das geklappt hat“, freut sich nicht nur Petra Noack. Edith Corswandt: „Das ist eine echte Aufwertung der ganzen Ecke.“ ▪ kes

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