Strengere Vorschriften in Altstadt

LÜDENSCHEID ▪ „Die jetzige Gestaltungssatzung regelt das, was wir nicht regeln wollen. Andere wichtige Dinge sind dagegen außen vor“, begründete Planungsamts-Chef Martin Bärwolf den Entwurf der neuen Gestaltungssatzung und -fibel für die Altstadt.

So soll es zum Beispiel künftig erlaubt sei, auf der Gebäudeseite, die nicht vom öffentlichen Verkehrsraum aus eingesehen werden kann, Balkone oder kleine Anbauten anzubringen. Eigentümer oder Mieter, die nach der Verabschiedung des Entwurfs, zum Beispiel einen neuen Werbeschriftzug anbringen wollen, müssen sich dagegen vorher genau informieren. Diesbezüglich werden die Vorschriften strenger: „Damit das gesamten Erscheinungsbild der Gebäude nicht durch großflächige Werbetafeln zerstört wird“, erklärte Bärwolf. Auch was die farbliche Gestaltung der Gebäude oder die Auswahl der Fenster betrifft, ist künftig nicht mehr alles erlaubt, was gefällt.

Allerdings werde kein Eigentümer oder Mieter zum Handeln gezwungen. „Es besteht Bestandsschutz“, betonte Bärwolf. Wer aber Änderungen an Altstadtgebäuden vornehmen wolle, müsse sich künftig nach der Satzung und Fibel richten. „Der Vorstand des Altstadtverein hat großes Interesse an der Satzung bekundet“, berichtete Bärwolf, dass dem Verein die Aufwertung der Gebäude am Herzen liege. „Letztlich steigt dadurch auch der Wert“, stellte er fest. Wichtig sei, die neuen Vorschriften publik zu machen und seitens der Stadt ein umfangreiches Beratungsangebot vorzuhalten. „Wir werden alle Eigentümer anschreiben“, unterstrich Bärwolf.

Sollte sich ein Eigentümer oder Mieter allerdings nicht nach der Satzung richten, müssten Konsequenzen folgen. „Da müssen Stadt und Politik an einem Strang ziehen“, appellierte der Planungsamts-Chef an die Kommunalpolitiker.

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