Verdächtiger gilt als verurteilter Brandstifter

Streit zwischen zwei Clans: 48-Jähriger sitzt in U-Haft

Lüdenscheid - Der 48 Jahre alte Mann, der als Hauptverdächtiger im Zusammenhang mit der Messerstecherei am Dienstagabend an der Brunscheider Straße gilt, sitzt in Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt Hagen. Gegen ihn wird wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Das bestätigt Oberstaatsanwalt Wolfgang Rahmer im Gespräch mit unserer Redaktion. Bei dem Streit zwischen zwei libanesischen Clans wurde drei Männer verletzt.

Das Leben in Gefängniszellen ist für den 48-Jährigen keine neue Erfahrung. Wie Rahmer berichtet, hat der Tatverdächtige bereits zehn Vorstrafen im Register angesammelt. Die jüngste Freiheitsstrafe, zehn Jahre und zehn Monate, hat er verbüßt, nachdem er im Zwickauer Stadtteil Werdau das Asylantenheim angezündet hat, in dem er selbst untergebracht war.

Ein Mensch ums Leben gekommen

Bei dem Feuer war ein Mensch ums Leben gekommen. Das Urteil erging unter anderem wegen schwerer Brandstiftung. Der Häftling hat seine Haftzeit ohne Lockerungen oder jegliche Bewährungschance bis zum letzten Tag abgesessen und im Gefängnis weitere Straftaten begangen.

Nicht anerkannter Asylbewerber ohne Papiere

Laut Staatsanwaltschaft handelt es sich bei dem Libanesen um einen nicht anerkannten Asylbewerber. Weil er keine Papiere hat, kann er nach Rahmers Worten nicht abgeschoben werden. Nach seiner Haftentlassung habe er sich der Führungsaufsicht entzogen und letztlich auch gegen sie verstoßen. Wie es heißt, sei er in Lüdenscheid mit einer Deutschen verheiratet und sei Vater eines Kindes.

Die Ermittlungen gegen den Untersuchungshäftling laufen weiter.

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