Grobe Rahmenplanung an der WIesenstraße

Streit um historische Gebäude

Sollen im Zuge der Umgestaltung im Bereich Wiesenstraße weichen: die beiden auffälligen Altbauten an der Gersbeuler Straße 20 und 22 in Lüdenscheid.
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Sollen im Zuge der Umgestaltung im Bereich Wiesenstraße weichen: die beiden auffälligen Altbauten an der Gersbeuler Straße 20 und 22.

Der Versuch der Fraktion der Linken, den Rahmenplan für die komplette Neugestaltung des ehemaligen Industrieareals an der Wiesenstraße zu ändern, ist gescheitert. Die Fraktionen des Stadtplanungsausschusses lehnten einen entsprechenden Antrag von Linken-Ratsherr Otto Ersching in der jüngsten Sitzung mit breiter Mehrheit ab.

Lüdenscheid - Konkret ging es Ersching darum, die beiden villenähnlichen Wohnhäuser Gersbeuler Straße 20 und 22 entgegen derzeitiger Abrisspläne des Investors, der Wessel GmbH, zu erhalten – und die Mieter in den Gebäuden wohnen zu lassen. Notfalls solle die Stadt die beiden Häuser und Denkmalschutz stellen und selbst erwerben, so die Idee der Linken.

Planungschef Martin Bärwolf erteilte Ersching eine Absage. Zum einen handele es sich derzeit nur um eine grobe Rahmenplanung. „Dass die erste Planidee 1:1 umgesetzt wird, ist nicht sehr wahrscheinlich.“ Zum anderen habe Michael Poschmann als Geschäftsführer der Wessel GmbH zugesagt, dass er dafür sozialverträglich vorgehen und den Mietern bei der Suche nach einer neuen Bleibe helfen wolle.

Investoren müssen umplanen

Die Frage, ob die beiden alten Wohnhäuser als Baudenkmäler anzusehen sind, wird laut Bärwolf derzeit geprüft. „Aber auch, wenn die Denkmalbehörde entscheidet, die Häuser zu schützen, wird damit nicht die Wohnnutzung geschützt, sondern ausschließlich die Gebäude.“ Dann müssten die Investoren halt umplanen. „Möglicherweise kommen die Häuser dann für die Verwaltung des künftigen Klinikbetriebs oder Sozialeinrichtungen in Betracht.“

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