Hitzige Diskussion

Streit über Skate-Anlage und Gastro am Kulturhaus

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Für die Nutzung von Kulturhausgarten und Gastronomie gibt es mehrere Ideen aus Politik und Verwaltung.

Lüdenscheid – Eine Skateanlage im Kulturhausgarten samt Schülercafé oder ein speziell hergerichteter kulturell genutzter Garten und kommerzielle Gastronomie? Unabhängig voneinander kamen in der jüngsten Sitzung des Rats gleich mehrere Vorschläge für eine künftige Nutzung auf den Tisch.

Daraus entstand eine hitzige Diskussion zwischen den Fraktionsmitgliedern, die schließlich damit endete, dass die jeweiligen Ideen und Anträge zur Beratung zurück in die Fraktionen gingen. Doch die Überlegungen sollen schon bald diskutiert werden. 

Los ging es mit einer Handlungsempfehlung zum Kommunalen Kinder- und Jugendförderplan, über den die Ratsmitglieder einstimmig entschieden haben. Matthias Reuver, Fachbereichsleiter Jugend, Bildung und Sport, schlug vor, ein Outdoor-Angebot im Kulturhausgarten zu schaffen, konkret: eine Skateanlage. 

Skatehalle wird geschlossen

Hintergrund ist, dass die Skatehalle am Jahnplatz bekanntlich zum Ende des Jahres schließen wird und eine Alternative geschaffen werden soll. „Man könnte im Kulturhausgarten etwas ähnliches anlegen“, sagte Reuver. 

Allerdings gebe es seitens der Verwaltung auch schon Ideen für den Außenbereich, wie Martin Bärwolf als Fachbereichsleiter Planen und Bauen erklärte. Und zwar, „den Garten tatsächlich als Kulturgarten herzurichten, passend als Bindeglied zwischen dem Museum und dem Kulturhaus“. 

Vorschlag für Gastrobetrieb

Dafür soll ein Konzept entwickelt werden, damit das Angebot – möglicherweise durch Kulturgegenstände bestückt – auch tatsächlich für Besucher reizvoll sei, sagte er. 

Vorerst sollen die Optionen geprüft werden, ein Antrag seitens der SPD-Fraktion brachte allerdings weitere Überlegungen ins Rollen. Der Vorschlag: Der nicht genutzte Gastronomiebereich des Kulturhauses könnte künftig als Schülercafé eingerichtet werden. Denn im Innenstadtbereich fehle ein „offener nicht kommerzieller Treffpunkt für Schüler“, heißt es darin. 

Zentrale Lage "optimal"

Die Lage nahe der zentralen Bushaltestellen sei dafür optimal. Martin Bärwolf berichtete daraufhin jedoch von weiteren Plänen der Verwaltung: Man sei bereits in Gesprächen mit Cafébetreibern aus anderen Städten, die expandieren wollten und sich die Räume angesehen hätten. 

Zwar stünden konkrete Verhandlungen noch aus, „aber es gibt eine aktuelle Entwicklung“, sagte Bärwolf. Nach einer Diskussion, welche Nutzung geeigneter sein könnte, schlug Tanja Tschöke (Grüne) als Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses vor, das Thema erst in den Fraktionen zu diskutieren. 

Als Gesamtkonzept zu sehen

„Ich sehe da ein Gesamtkonzept, man sollte sehen, was mit dem Kulturhausgarten passiert und welche Nutzung sich für die Gastronomie anbietet – das sollte alles mit abgewogen werden.“ Darauf einigten sich die Ratsmitglieder schließlich und wollen das Thema in einer der nächsten Ausschusssitzungen aufgreifen.

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