Beschäftigte übergeben 1564 Unterschriften

Streikende besuchen Bürgermeister Dzewas

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Begegnung vor dem Rathaus: Verdi-Geschäftsführer Ulrich Padberg (rechts) übergab zusammen mit rund 50 Erzieherinnen und Erziehern die Unterschriftenlisten an Dieter Dzewas.

Lüdenscheid - Das Büro des Amtsinhabers war zu klein: Rund 50 streikende Erzieherinnen und Erzieher sowie Gewerkschaftsvertreter sind am Freitagmorgen bei Bürgermeister Dieter Dzewas angerückt.

Sie wollten dem Verwaltungschef Listen mit insgesamt 1564 Solidaritäts-Unterschriften überreichen. Angesichts des Andrangs wurde die Übergabe kurzerhand auf den Rathausplatz verlegt.

Das Personal der neun städtischen Kindertagesstätten befindet sich bekanntlich seit zwei Wochen zu großen Teilen im Ausstand. In den Kitas wird mit Notdienstgruppen gearbeitet. Besagte Signaturen hatten die streikenden Beschäftigten innerhalb von zwei Tagen bei der Lüdenscheider Bevölkerung gesammelt. Bei der Übergabe erklärten die beiden heimischen Verdi-Vertreter Ulrich Padberg und Bernd Benscheidt noch einmal die Motivation für den Streik.

Mehrere deutsche Bürgermeister haben in jüngster Vergangenheit Verständnis für das streikende Kita-Personal signalisiert. Dzewas setzt derweil darauf, dass es bei den Gesprächen zwischen Verdi und den kommunalen Arbeitgebern bald doch noch „zu einem Kompromiss“ kommt. Gleichzeitig machte er deutlich, dass aus seiner Sicht die volle Umsetzung der Verdi-Forderung keinesfalls möglich sei: „Das gibt die Kassenlage der Kommunen nicht her.“ Andernfalls müssten am Ende wohl die „Kita-Nutzer zahlen“, also die Eltern.

Als sicher gilt inzwischen die Fortsetzung des Streiks in der nächsten Woche. Auch in Lüdenscheid. Nach LN-Informationen hat die Stadtverwaltung den Streikenden inzwischen ein Schreiben zugestellt. Inhalt: Für die Dauer des Ausstandes seien ihnen Aktivitäten in den Kitas selbst untersagt.

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