Streik: Ärzte fordern Arbeitszeiterfassung

LÜDENSCHEID ▪ Die streikenden Ärzte der Märkischen Kliniken sind aufgebracht.

Nach den Angaben des Streikkomitees habe der Medizinische Geschäftsführer der Kliniken, Dr. Bernhard Schwilk, am Mittwoch während der Chefarztkonferenz erklärt, „Ärzte würden sich ein zweites Einkommen sichern, indem sie Überstunden aufschrieben, die nicht indiziert gewesen seien.“

Diesbezüglich betont das Streikkomitee: „Dies ist ein Betrugsverdacht, der so nicht im Raume stehen bleiben kann!“

„Rückblickend auf diese Woche ist die eigentliche Streikursache eigentlich für uns Angestellte der Märkische Kliniken fast in den Hintergrund gerückt“, teilt das Streikkomitee des Klinikums Lüdenscheid mit. Bezüglich der Behauptung, die Dr. Bernhard Schwilk aufgestellt haben soll, erklärt das Komitee: „Wenn Dr. Schwilk Beweise dafür hat, dass Ärztinnen und Ärzte mit erfundenen Überstunden Mehreinnahmen generieren, soll er diese mit den arbeitsrechtlich zu Gebote stehenden Mitteln ahnden.“ Die gesamte Ärzteschaft der Kliniken unter Generalverdacht zu stellen, sei indiskutabel. „Dr. Schwilk trägt zu einer nachhaltigen Klimaverschlechterung bei den Leistungsträgern seiner Klinik bei“, betont das Gremium. Zuvor soll der Medizinische Geschäftsführer bereits erklärt haben, „die Ärzte würden „die Kassen der KIiniken plündern, indem sie neuerdings Überstunden melden würden.“

Dr. Bernhard Schwilk war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Die Ärzte fordern nun die schnellstmögliche Einführung einer elektronischen Arbeitszeiterfassung.

Heute würden einige Ärzte des Klinikums an der zentralen Streikaktion in Frankfurt teilnehmen. Für morgen ist um 16 Ur eine Vollversammlung geplant und am Mittwoch möchten die Mediziner die Lüdenscheider im Rahmen des Wochenmarktes über ihre Streikziele informieren. - cwi

                  

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