44 Streifenwagen rollen im Märkischen Kreis: Sind es zu viele?

Zu viele? 44 geleaste Funkstreifen rollen durch den Märkischen Kreis, dazu 100 polizeieigene Fahrzeuge vom Bulli bis zum Krad.

LÜDENSCHEID - „Wie viele sind denn zu viele?“ Etwas ratlos reagierte die Kreispolizeibehörde Lüdenscheid gestern auf die LN-Anfrage nach der Kritik des Landesrechnungshofes (LRH), wonach die Polizeien in Nordrhein-Westfalen zu viele Fahrzeuge unterhalten.

Polizei-Pressesprecher Dietmar Boronowski hatte jedenfalls rasch herausgefunden, wie viele Streifenwagen durch Lüdenscheid und das Kreisgebiet rollen: „Wir verfügen im MK aktuell über 44 Streifenwagen, die allesamt auf zwei Jahre geleast sind.“ Hinzu kommen laut Boronowski 100 weitere Fahrzeuge – von der „Grünen Minna“, die heute eher blau ist, bis zum Motorrad. Diese 100 Vehikel gehören der Polizei noch selbst. „Sollte nun festgestellt werden, dass das zu viele sind, werden auch wir welche abgeben“, erfuhr der Polizeisprecher im Fuhrpark. Aber wie gesagt: Es stelle sich die Frage der Vergleichbarkeit. In einem Landkreis wie dem märkischen seien für dieselbe Präsenz deutlich mehr Kilometer abzuspulen als in einer Stadt wie Gelsenkirchen. Daher seien vor Jahren für Polizeifahrzeuge die NRW-Kennzeichen eingeführt worden, so Boronowski. „Wir können jetzt mit anderen Behörden problemloser tauschen, wenn ein MK-Wagen in einem Jahr nahe an die Leasinggrenze von 70 000 Kilometern herangekommen ist.“

Kosten für die früher ständig notwendigen Ummeldungen fielen nicht mehr an. Und was passiert mit einem Streifenwagen, der nach den 70 000 Kilometern ausgedient hat? „Der wird verkauft“, erklärte Boronowski. Vorher würden einfach die aufgeklebten Polizeifolien wieder abgezogen und das Blaulicht vom Dach montiert. „Dann hat man wieder einen ganz normalen Passat.“ - hgm

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