Der Straßenstern im Herzen der Stadt

Die Geschäfte Krause und Kaufhof flankierten den ehemaligen Straßenstern. Heute stehen dort das Geschäftshaus Sternplatz 1 und die zum Abriss freigegebene ehemalige Sinn-Leffers- Immobilie.

Lüdenscheid - Gerhard Geisel und Dietrich Leutloff begleiten die Leser unserer Serie „Alt-Lüdenscheid“ auf einem Rundgang durch die Stadt. Sie zeigen Anblicke, die es so nicht mehr gibt. Die siebte Station führt in das Herz der Stadt.

Rundgang durch Alt-Lüdenscheid:

Gerhard Geisel und Dietrich Leutloff begleiten die Leser unserer neuen Serie „Alt-Lüdenscheid“ auf einem Rundgang durch die Stadt. Sie zeigen dabei Anblicke, die es so nicht mehr gibt. Viele der Häuser sind lange abgerissen, andere Ausblicke mit neuen Häusern zugebaut. Die Bilder stammen aus dem LN-Archiv, dem Stadtarchiv und der Sammlung Schumacher, die Texte in gekürzter Form aus dem Buch „Die Lüdenscheider Straßennamen“ (ISBN: 9783981332513 ).

Das Bild zeigt den heutigen Sternplatz Mitte der 1950er-Jahre. Früher wurde er auch Wilhelmsplatz und Straßenstern genannt, obwohl er seine offizielle Benennung Sternplatz erst 1979 erhielt. Links sehen wir das Kaufhaus Krause, in der Mitte den ehemaligen Kaufhof.

Der Sternplatz zählt neben dem Rathausplatz zu den zentralen Plätzen der Innenstadt. Seit 1471 stand hier die Kreuzkapelle, eine kleine Kirche, um die herum es Anfang des 19. Jahrhunderts ziemlich übel aussah. Katholische Bürger kauften 1827 die Kapelle von der Stadt, um sie 1885 nach dem Bau der St. Joseph und Medardus Kirche für 6 000 Mark wieder an die Stadt zurück zu veräußern. 1887 wurde die Kreuzkapelle abgerissen.

In Höhe von „Hulda am Markt“ weihte die Bevölkerung 1889 das Denkmal zu Ehren des verstorbenen Kaisers Wilhelm I. ein. 1939 wurde es zum Stadtgarten (heute Kulturhauspark) umgesetzt, weil es dem Verkehr „im Wege stand“. 1940 wurde es eingeschmolzen. Heute stehen auf dem ehemaligen Standort des kaiserlichen Denkmals die beiden Bronzefiguren Onkel Willi und sein Hund Felix.

Alfred Krause erwarb 1935 das Kaufhaus der jüdischen Familie Alsberg. Im Jahre 1950 vernichtete ein Brand das Gebäude, bereits 1951 wurden aber wieder Teile des Hauses in Betrieb genommen. Die Sinn Leffers AG übernahm 1976 das Haus und bewirtschaftete es bis zum Umzug in das benachbarte Allen-Gebäude im Jahre 2011.

 

Hier finden Sie alle Spaziergänge durch "Alt-Lüdenscheid"

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