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Straßenschaden: So lange bleibt A45-Umleitung in Lüdenscheid teilgesperrt

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Von: Olaf Moos

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Straßenbaustelle nach Wasserrohrbruch
Als ob das Verkehrschaos nicht schon groß genug wäre: Am Montagnachmittag sperrten Bauarbeiter nach einer Undichtigkeit in einer Hauptversorgungsleitung die rechte Fahrspur der Umleitungsstrecke Werdohler Landstraße. © Cedric Nougrigat

Ob es eine Folge der drastisch erhöhten Verkehrslast ist oder eine andere Ursache, ist noch unklar. Klar ist aber: Das Verkehrschaos durch die Autobahnsperrung wird noch größer als es ohnehin schon ist.

Lüdenscheid - Die Bedarfsumleitung Werdohler Landstraße ist in Richtung Worthkreuzung nur noch einspurig befahrbar. Unter der rechten Fahrspur ist am Montagabend die Dichtung eines 40 Zentimeter dicken Wasserrohrs kaputt gegangen, der Straßenrand auf vier Metern Länge um einen Meter abgesackt. Die Reparatur hat begonnen. Voraussichtlich ab Donnerstag staut sich der Verkehr auf der A45-Umleitung dann wieder zweispurig.

Ein Anwohner hatte den Schaden am Montagnachmittag gemeldet. Betroffen ist eine Hauptwasserleitung, die unter anderem den Hit-Markt, die Aral-Tankstelle und die benachbarte Autoglas-Werkstatt versorgt. Eine Notversorgung wurde eingerichtet.

Straßenschaden in Lüdenscheid: Sperrung auf A45-Umleitung

Voraussichtlich am Mittwoch sollen das Wasserrohr repariert und die Baugrube wieder aufgefüllt werden. Dafür benötigt das Tiefbauunternehmen einen speziellen Kran – „und vermutlich einen Tag Zeit“, teilt Enervie-Sprecher Andreas Köster mit. Der Abschnitt müsse freigeschachtet und die Grube ausgepumpt werden. „Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung. Der Zeitplan steht aber unter Vorbehalt.“

Der aktuelle Schaden reiht sich ein in eine wachsende Serie von Folgen der Autobahnsperrung für die Lüdenscheider Straßen. Im Bau- und Verkehrsausschuss sagte Stadtplanungs-Chef Martin Bärwolf kürzlich: „Unsere Straßen werden weiter kaputt gehen.“

Lüdenscheid: Beschwerden und Vorschläge von 450 Bürgern

Tatsächlich haben sich inzwischen rund 450 Bürger über die Mailadresse „SperrungA45@luedenscheid.de“ mit Beschwerden und Verbesserungsvorschlägen an die Stadt gewandt. Das bestätigt Stadtpressesprecher Sven Prillwitz. Neben Rissen und Schlaglöchern auf Fahrbahnen äußern sich die Absender demnach über Lärm, Abgase und Schlafstörungen.

Schwerpunkte sind erwartungsgemäß Strecken wie die Lennestraße, das Olpendahl, das Wiesental oder der Ortsteil Dickenberg. Laut Prillwitz landen aktuell besonders viele E-Mails von Anwohnern des Brockhauser Weges im Rathaus.

Doch nur in „den seltensten Fällen“ erhalten die Absender eine Antwort von der Stadtverwaltung. Sven Prillwitz dazu: „Dafür müssten wir extra eine volle Stelle schaffen.“ Sicher sei jedoch, dass jede einzelne Zuschrift ernst genommen und geprüft werde.

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