Antwort von Straßen.NRW

Lüdenscheid-Nord: Lkw-Sperrung nicht vermeidbar

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Lüdenscheid - An der Sperrung der Autobahn-Auffahrt Lüdenscheid-Nord in Richtung Dortmund für den Lkw-Verkehr führt kein Weg vorbei. So lautet das Fazit der Antwort, die der CDU-Landtagsabgeordnete Thorsten Schick vom Landesbetrieb Straßen.NRW auf seine Anfrage bekommen hat.

Im Rahmen der Überprüfungen der Talbrücken sei festgestellt worden, dass in der Konstruktion Talbrücke Sterbecke statische Defizite herrschen, die auch schon nicht mehr den gegenwärtigen Verkehr zuließen. „Die Fahrstreifen beider Fahrbahnen müssen zur Ablastung der Brücke auf jeweils zwei Fahrstreifen mit Überholverbot für Lkw und Abstandhalten reduziert werden. Das lässt dann auch keine Zufahrt von Lkw parallel zu den Lkw auf dem Durchgangsfahrstreifen der Autobahn zu. Daher muss diese Zufahrt unterbunden werden.“

Eine Übergangslösung bis zur noch vor dem Neubau auszuführenden Verstärkung sei gravierend dadurch beschränkt, dass die Beschleunigungspur der Auffahrt Dortmund komplett auf der Talbrücke liege: Hinzu komme, dass die Verlegung von Fahrstreifen auf dem Bauwerk kein Platz dafür schaffe, dass einstreifiges Befahren durch Lkw sichergestellt werden könne.

Temporärer Umbau der Anschlussstelle nicht möglich

Ein temporärer Umbau der Anschlussstelle mit kurzer Nutzungsdauer bis zur Verstärkung, mit dem Ziel, die angesprochene Beschleunigungsspur komplett vor dem Bauwerk anzuordnen, schließe sich aus topografischen und planungsrechtlichen Gründen aus. Eine Lichtsignalsteuerung ohne Beschleunigungsstreifen oder eine koordinierte Schaltung, die durch Sensorik das gleichzeitige Befahren der Auffahrt und des Durchgangsfahrstreifens auf der Autobahn durch Lkw verhindere, bringe den Autobahnverkehr wegen zu geringer Leistungsfähigkeit zum Erliegen.

Maximal 50 zusätzliche Lkw für die Anschlussstelle Lüdenscheid-Mitte

„Daher ist das vorübergehende Abwickeln der Auffahrt Dortmund über die Wende bei der Anschlussstelle Lüdenscheid-Mitte alternativlos.“ Bei maximal zusätzlich 50 Lkw pro Stunde sei die Anschlussstelle Lüdenscheid-Mitte nach genaueren verkehrstechnischen Betrachtungen noch ausreichend leistungsfähig. Allerdings könne das tatsächliche Verhalten der Lkw-Fahrer eine Umfahrung auf dem untergeordneten Straßennetz nicht ausschließen. „Dazu werden wir noch prüfen, ob dort noch Befahrbarkeiten verbessert werden müssen.“

Talbrücke Sterbecke soll ab Oktober 2016 wieder voll befahrbar sein

Ansonsten sei die Autobahnniederlassung Hamm stringent dabei, die Verstärkungsmaßnahmen so vorzubereiten, dass die Verstärkung im Jahr 2016, mit Abschluss des Monats September, möglichst eingebaut sein werde. Voraussetzung dafür sei, dass alle Beteiligungen wie geplant ineinandergreifen. Dann werde die Talbrücke Sterbecke wie bisher voll befahrbar sein, so dass dann die Umleitungen aufgegeben werden können.

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„Seien Sie sicher, dass wir alle erdenklichen Alternativen geprüft haben und tatsächlich aufgrund der prekären Brückensituation unter den gegebenen Randbedingungen nur noch die eine Handlungsoption haben. Das hat sicherlich auch Nachteile für die lokale Wirtschaft zur Folge, diese können wir aber leider nicht gänzlich abwenden. Wir sind aber der Meinung, dass sich die Restriktionen in übersehbaren Grenzen halten.“ - my

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