Straßenlaternen: Abschied vom Goldfischglas

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Die „Goldfischgläser“ sollen ausgemustert werden.

LÜDENSCHEID - Abschied von den „Goldfischgläsern“: Für deutlich mehr als eine halbe Million Euro sollen noch in diesem Jahr die ältesten Lüdenscheider Straßenlaternen mit ihren doppelten Rundgläsern gegen moderne LED-Leuchten ausgetauscht werden.

Damit verschwindet ein vertrauter Anblick etwa an Knapp oder Friedrichstraße, an Bahnhof- oder Humboldtstraße. Allerdings werden so auch die reparaturanfälligsten Energiefresser unter Lüdenscheids Altlaternen entfernt. An vielen Stellen müssen dafür auch neue Masten eingebracht werden: Die alten seien längst nicht mehr nachzukaufen, heißt es in der Beschlussvorlage für den nichtöffentlichen Teil der Bauausschuss-Sitzung am heutigen Mittwoch. Die neuen LED-Leuchten ließen sich allerdings auch vielfach an Hauswände montieren, sodass nicht an jeder Austauschstelle ein neuer Mast einzubuddeln ist.

Informationen unserer Zeitung zufolge war die Ausschusssitzung, die einen eher dünnen öffentlichen Teil aufweist, vor allem wegen der aufwändigen Laternen-Maßnahme angesetzt worden. Denn der Abbau der bräunlichen „Goldfischgläser“ soll so schnell wie möglich beginnen. Dies mache eine rasche, mindestens bundesweit anzulegende Ausschreibung und die baldmöglichste Vergabe erforderlich, hieß es weiter.

Der Grund für diese Eile: Ab dem kommenden Jahr gibt es keine Fördergelder für die Modernisierung mehr vom Forschungszentrum Jülich, die immerhin 20 Prozent der Gesamtkosten abdecken sollen. Deshalb sollten jetzt so viele Leuchten wie irgend möglich ausgetauscht werden. Die so dringlich gewordene Maßnahme bleibt indes nur ein Teil der auf Jahre angelegten Gesamtumstellung des Straßenlichts in Lüdenscheid auf energiesparende Leuchten. - hgm

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