Für fünf Jahre herrscht Klarheit

Straßenbau bis 2026: Hier wird es für Anwohner in Lüdenscheid teuer

Piepersloh
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Beim Platz zwischen dem Dulmecker Weg und In den Buchen ist für das Jahr 2023 eine Straßenausbaumaßnahme geplant. Unter anderem wird der Straßenoberbau erneuert.

Für die kommenden fünf Jahre herrscht bald Klarheit, was die Straßenbaumaßnahmen in Lüdenscheid angeht. Die Kosten dafür tragen auch die Anlieger.

Lüdenscheid – Ein Landesgesetz sorgt dafür, dass die Kommunen in Nordrhein-Westfalen ein „Straßen- und Wegenetzkonzept“ aufstellen müssen. Das Konzept muss nach gewissen Richtlinien aufgestellt werden und in diesem Werk müssen die Kommunen zum einen Straßenbaumaßnahmen und zum anderen Ersterschließungen benennen.

StadtLüdenscheid
LandkreisMärkischer Kreis
Einwohnerzahl72.313 (Stand: 31.12.2019)

Straßenbau bis 2026: Zuwendung über NRW-Bank

Das Konzept wurde im Rahmen der Ratssitzung des Bau- und Verkehrsausschusses den Ratsmitgliedern als Beschlussvorschlag vorgelegt. Im Anschluss wird der Beschluss an den Haupt- und Finanzausschuss weitergeleitet. Die Anlieger zahlen einen Teil der Maßnahmen, die restlichen Kosten sollen durch eine entsprechende Zuwendung des Landes über die NRW-Bank ausgeglichen werden.

Durch Anliegerversammlungen sollen die Grundstückseigentümer im Vorfeld frühzeitig und transparent darüber informiert werden, welche Kosten auf sie zukommen. Darüber können die Grundstückseigentümer sich frühzeitig darüber informieren, welche Straßen innerhalb der nächsten fünf Jahre ausgebaut werden sollen. Dadurch verliere die Erhebung der Beiträge für die Betroffenen den überraschenden Charakter, heißt es in der Begründung des Fachdienstes Bauservice.

Straßenbau bis 2026: Zeitplan der Baumaßnahmen einhalten

Zudem sei es von großer Bedeutung, den Zeitplan der Baumaßnahmen möglichst stringent einzuhalten. Eine Verschiebung einer Maßnahme um ein Jahr würde nach Mitteilung des Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb Lüdenscheid (STL) eine Baukostensteigerung in Höhe von fünf Prozent ausmachen.

Als Beispiel: Würde die Straßenbaumaßnahme „Piepersloher Platz“ beispielsweise nicht 2023 vorgenommen werden – so wie in dem vorgestellten „Straßen- und Wegekonzept“ vorgesehen – sondern erst im Jahre 2026, würde dies eine Kostensteigerung von rechnerisch 37 800 Euro bedeuten. Aus den für 2023 geschätzten Kosten in Höhe von 240 000 Euro würden im Jahr 2026 ungefähre Baukosten in Höhe von 277 000 Euro werden. Das Geld liegt in diesem Falle also wirklich auf der Straße.

Übersicht geplante Ersterschließungen bis 2026

  • Baujahr 2023
  • Wibschla 4. BA – Abschnitt: abgehend von dem Kreuzungsbereich „Wibschla“ (heutiges Flurstück 504) bis bestehendes Bauende Planstraße A) – Geplante Maßnahme: Erstmalige Herstellung des Straßenoberbaus. Einseitiger Gehweg (1,50 m) und Fahrbahn 6,50 m.
  • Baujahr 2024
  • Wibschla 5. BA – Abschnitt: Bräuckenstraße (B229) bis Kreuzungsbereich „Wibschla“ (Bebauungsplan Nr. 752 – Peddensiepen) – Geplante Maßnahmen: Erstmalige Herstellung des Straßenoberbaus. Einseitiger Gehweg (1,50 m) und Fahrbahn 6,50 m.
  • An der Mehr – Abschnitt: Herscheider Landstraße bis Hausnr. 19 – Geplante Maßnahme: Erstmalige Herstellung des Straßenoberbaus und Überplanung der Verkehrsanlage unter Berücksichtigung der Belange aller Verkehrsteilnehmer zur Schaffung eines sicheren und nachhaltigen Verkehrsraums. Voraussichtlicher Ausbau im Trennprinzip mit Fahrbahn und Gehweg.
  • Baujahr 2025
  • Schlittenbacher Straße – Abschnitt: Breslauer Straße bis Schützenstraße – Geplante Maßnahmen: Erstmalige Herstellung des Straßenoberbaus in Abhängigkeit des Baugrundgutachtens. Überplanung der Verkehrsanlage unter Berücksichtigung der Belange aller Verkehrsteilnehmer zur Schaffung eines sicheren und nachhaltigen Verkehrsraums. Voraussichtlicher Ausbau im Trennprinzip mit Fahrbahn und Gehweg
  • Hans-Matthies-Straße – Abschnitt: Wilhelm-Kattwinkel-Straße bis Willy-Bürger-Straße Geplante Maßnahme: Erstmalige Herstellung des Straßenoberbaus. Ausbau als Mischverkehrsfläche.
  • Willy-Bürger-Straße – Abschnitt: Wilhelm-Kattwinkel-Straße/LudmillaStjupan-Straße bis Kreisverkehr Fuelbecker Straße / Buschhauser Weg – Geplante Maßnahme: Erstmalige Herstellung des Straßenoberbaus. Fahrbahn (6,00 m); Nebenanlagen beidseitig mit Pflanzbeeten, ruhender Verkehr und Gehweg
  • Baujahr 2026
  • Fuelbecker Straße – Abschnitt: Einmündung Willy-Bürger-Straße (Hausnr. 52) bis Fußweg hinter Hausnr. 99 (Ende der Bebauung) – Geplante Maßnahmen: Erstmalige Herstellung des Straßenoberbaus in Abhängigkeit des Baugrundgutachtens. Überplanung der Verkehrsanlage unter Berücksichtigung der Belange aller Verkehrsteilnehmer zur Schaffung eines sicheren und nachhaltigen Verkehrsraums. Voraussichtlicher Ausbau im Trennprinzip mit Fahrbahn und Gehweg.
  • Alfred-Heinze-Straße – Abschnitt: Fuelbecker Straße bis Ende der Bebauung (Hausnr. 8) – Geplante Maßnahmen: Erstmalige Herstellung des Straßenoberbaus in Abhängigkeit des Baugrundgutachtens. Überplanung der Verkehrsanlage unter Berücksichtigung der Belange aller Verkehrsteilnehmer zur Schaffung eines sicheren und nachhaltigen Verkehrsraums.

Übersicht geplante Straßenbaumaßnahmen bis 2026

  • Baujahr 2023
  • Piepersloher Platz – Abschnitt: Platz zwischen „Dulmecker Weg“ und „In den Buchen“ – Geplante Unterhaltungsmaßnahme: Grundhafte Erneuerung des Straßenoberbaus und Überplanung der Verkehrsanlage unter Berücksichtigung der Belange aller Verkehrsteilnehmer zur Schaffung eines sicheren und nachhaltigen Verkehrsraums. Voraussichtlicher Ausbau als Mischverkehrsfläche.
  • Dulmecker Weg – Abschnitt: Bremecker Weg bis Piepersloher Platz, Piepersloher Platz bis Westerfelder Weg – Geplante Unterhaltungsmaßnahme: Grundhafte Erneuerung des Straßenoberbaus und Überplanung der Verkehrsanlage unter Berücksichtigung der Belange aller Verkehrsteilnehmer zur Schaffung eines sicheren und nachhaltigen Verkehrsraums. Voraussichtlicher Ausbau als Mischverkehrsfläche.
  • Baujahr 2024
  • Memeler Weg – Abschnitt: Schützenstraße bsi Saarlandstraße – Geplante Unterhaltungsmaßnahme: Erneuerung des Straßenoberbaus in Abhängigkeit des Baugrundgutachtens. Überplanung der Verkehrsanlage unter Berücksichtigung der Belange aller Verkehrsteilnehmer zur Schaffung eines sicheren und nachhaltigen Verkehrsraums. Voraussichtlich in Teilbereichen als Mischverkehrsfläche.
  • Westerfelder Weg – Abschnitt: Bremecker Weg bis Zum Westerfeld – Geplante Unterhaltungsmaßnahme: Grundhafte Erneuerung des Straßenoberbaus und Überplanung der Verkehrsanlage unter Berücksichtigung der Belange aller Verkehrsteilnehmer zur Schaffung eines sicheren und nachhaltigen Verkehrsraums. Voraussichtlich in Teilbereichen mit Gehweg, in Teilbereichen als Mischverkehrsfläche.
  • Baujahr 2025
  • Bremecker Weg – Abschnitt: Herscheider Landstraße bis Brückenüberführung A 45 – Geplante Unterhaltungsmaßnahme: Grundhafte Erneuerung des Straßenoberbaus und Überplanung der Verkehrsanlage unter Berücksichtigung der Belange aller Verkehrsteilnehmer zur Schaffung eines sicheren und nachhaltigen Verkehrsraums. Voraussichtlicher Ausbau als Mischverkehrsfläche.
  • Schlittenbacher Straße – Abschnitt: Loher Straße bis Breslauer Straße – Geplante Unterhaltungsmaßnahme: Erneuerung des Straßenoberbaus in Abhängigkeit des Baugrundgutachtens. Überplanung der Verkehrsanlage unter Berücksichtigung der Belange aller Verkehrsteilnehmer zur Schaffung eines sicheren und nachhaltigen Verkehrsraums.
  • Baujahr 2026
  • Im Stoberg – Abschnitt: Lösenbacher Landstraße bis Haydnstraße – Geplante Unterhaltungsmaßnahme: Erneuerung des Straßenoberbaus in Abhängigkeit des Baugrundgutachtens. Überplanung der Straße unter Berücksichtigung der Belange aller Verkehrsteilnehmer zur Schaffung eines sicheren und nachhaltigen Verkehrsraums. Voraussichtlich im Trennprinzip mit Fahrbahn und Gehweg.

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