Vor dem Schulbeginn

Strafe für Maskenmuffel im Bus: MVG verweist an die Ordnungsämter

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Die MVG rüstet derzeit alle Busse im Fahrerbereich mit einer Trennscheibe aus.

Lüdenscheid - Volle Busse mit wenig Möglichkeiten auf Abstand. So sieht es normalerweise in den Bussen der MVG während des Schulbetriebs aus. In Zeiten von Corona stellen sich viele Fragen, die zusammen mit MVG, Ordnungsbehörde und Polizei geklärt wurden. 

Am kommenden Mittwoch geht die Schule wieder los. Die Märkischen Verkehrsbetriebe (MVG) bereiten sich auf deutlich höhere Fahrgastzahlen vor und hoffen, dass die Maskenpflicht eingehalten wird. Derweil bringt die NRW-Verkehrsministerium ein Bußgeld für Maskenmuffel ins Gespräch. 

Wie reagiert die MVG auf die höhere Anzahl an Fahrgästen, insbesondere Schüler?
„Wir beobachten die Situation intensiv, gehen aber erst einmal mit dem normalen Fahrplanangebot ins Rennen“, sagt Kai Forte, Abteilungsleiter Marketing und Betrieb der MVG. Man sei aber in der Lage von Tag zu Tag zu reagieren und nach Bedarf mehr Busse einzusetzen. 

Sind bereits Schulträger auf die MVG zugekommen, um gesondert Busse anzufordern?
Bisher hat sich kein Schulträger gemeldet, heißt es von der MVG. Forte glaubt: „aus menschlicher Sicht, dass das noch passieren kann. Dann werden wir uns mit dem Schulträger zusammen setzen und gemeinsam eine Lösung entwickeln.“ 

Müssen Schüler in Bussen der MVG Angst vor einer Infektion mit dem Coronavirus haben?
„Nein, da sie ja ihre Masken tragen“, sagt Forte. Anders als im Unterricht besteht auch für die Grundschüler in den Bussen die Maskenpflicht. Zudem will Forte klarstellen: „Unsere Busse sind keine Virenschleudern. Wir werden Ende des Monats zu dem Thema Hygiene und Reinigung unserer Busse informieren.“ 

Verkehrsminister Wüst will keine lange Diskussion mehr mit Maskenmuffeln. Er sagt: „Wer ohne Mund-Nasen-Schutz erwischt wird, muss an der nächsten Haltestelle raus und 150 Euro zahlen“. Wie bereitet sich die MVG darauf vor?
Bei der Umsetzung der 150-Euro-Strafe sieht Forte die Polizei und die Ordnungsämter in der Pflicht. „Wir als MVG dürfen keine Strafen einkassieren. Das liegt in der Hand der Polizei und Ordnungsbehörden.“ Die Busfahrer würden die Fahrgäste, falls sie keine Maske tragen, auf die Maskenpflicht aufmerksam machen und wenn sich jemand weigere, die Maske zu tragen, vom Hausrecht Gebrauch machen, und sie an der nächsten Haltestelle aus dem Bus werfen. 

Wie wollen Stadt Lüdenscheid und die Polizei MK die Maskenpflicht in Bussen kontrollieren?
Unklar. Sowohl Stadtsprecherin Marit Schulte als auch Polizeisprecher Marcel Dilling verweisen darauf, dass es keine klare Regelung gibt, da die neue Coronaschutzverordnung, mit der die 150-Euro-Strafe eingeführt werden soll, noch nicht offiziell ist. „Für uns ist es schwierig, in den Bussen flächendeckend zu kontrollieren“, sagt Schulte. Dilling sieht seine Behörde nicht in der Pflicht. „In erster Linie sind da die Städte zuständig. Im Zweifel trifft es uns, wenn es in der Nacht Probleme mit Fahrgästen gibt.“

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