Strafbefehl wegen fahrlässiger Tötung

Bei dem schweren Unfall am 17. Juni auf der Bahnhofsallee verunglückte ein 41-jähriger Motorradfahrer aus Wetter tödlich.

LÜDENSCHEID ▪ Gegen den 19-Jährigen, der am 17. Juni dieses Jahres auf der Bahnhofsallee nach links auf den Buswendeplatz abbiegen wollte und dabei einen Kradfahrer übersehen hatte, ist ein Strafbefehl wegen fahrlässiger Tötung erlassen worden. Das teilte Oberstaatsanwalt Hans-Werner Münker auf LN-Anfrage mit. Der 41-jährige Kradfahrer aus Wetter war nach Zeugenaussagen mit überhöhter Geschwindigkeit auf der Bahnhofsallee Richtung Bahnhofstraße unterwegs gewesen, gegen den Wagen geprallt und noch am Unfallort verstorben.

Der Strafbefehl sei bereits Anfang September ergangen. Zu einer Verhandlung vor dem Amtsgericht Lüdenscheid komme es nur, wenn der Beschuldigte im Laufe der 14-tägigen Frist Einspruch gegen den Strafbefehl erhebe, sagte Münker. Eine fahrlässige Tötung im Straßenverkehr werde mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit einer Geldstrafe bestraft. „Es handelt sich in diesen Fällen fast immer um ein Augenblicksversagen, das meist mit einem Regelsatz von 90 Tagessätzen bestraft wird.“ Offensichtlich ist kein Widerspruch gegen den Strafbefehl eingelegt worden. Beim Amtsgericht Lüdenscheid lag bis Mittwoch kein Verhandlungstermin vor. Einerseits durfte der 19-Jährige nicht von der Bahnhofsallee nach links auf den Buswendeparkplatz abbiegen, was durch Beschilderung und Markierung klar geregelt ist. Andererseits hielt sich der Motorradfahrer nicht an das vorgeschriebene Tempo.

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