Stonehenge liegt jetzt im Brighouse-Park

Mehr als drei Meter hoch sind die neuen Kletterfelsen, die im Brighouse-Park mit Seilspielgeräten kombiniert wurden.

LÜDENSCHEID - Acht Blöcke, die aussehen, als seien sie geradewegs aus dem Grand Canon in den Brighouse-Park geliefert worden, sind zurzeit die Attraktion für die zahlreichen Passanten am Sauerfeld.

Im Park entsteht der neue Abenteuerspielplatz, der nach der Ablehnung des Mehrgenerationenplatzes jetzt zum Spiele-Mekka für alle Jungen und Junggebliebenen werden soll. Die Hingucker schlechthin sind dabei die zuletzt angelieferten Kletterfelsen, die mit Seilspielgeräten kombiniert sind – und die es nirgendwo sonst gibt. Denn jedes einzelne der acht Tonnen schweren und drei Meter hohen Ungetüme wurde vom Betonkünstler Waleriy Kollock individuell gestaltet. Der Felsenpark, vom Breckerfelder Landschaftsarchitekten Friedhelm Ebbinghaus geplant, stammt aus der Nähe von Aschaffenburg. Dort hat die Firma Hofmann-Bau eine Abteilung namens „Sport-Stones“, und die leitet Tanja Senger: „Das Lüdenscheider Projekt zu entwickeln, hat uns besonders viel Spaß gemacht.“ Hier habe Kollock – als erfahrener Kletterer und Familienvater „die ideale Kombination“ – bei der Gestaltung der Felsen bewusst auf Griffe und Steighilfen verzichtet. „Denn das schafft vorgegebene Wege, die Kinder rasch herausbekommen. In Lüdenscheid sollen sie die Wege immer wieder selbst neu finden“, sagte Senger den LN.

Die „Felsen“ bestehen im Kern aus zweilagig armierten Beton-Rohlingen. Ihnen verlieh Kollock nach dem Aufrauen mit Spritzbeton verschiedener Konsistenz und Farbe aus Hochdruck-Düsen ihr individuelles Aussehen, etwa auch als rissige Mauer. Damit schuf er zugleich unterschiedliche Schwierigkeitsgrade für die Kletterer. Der Feinschliff erfolgte von Hand: Mit Kratzwerkzeug und Pinseln wurde der aufgespritzte Beton im noch feuchten Zustand endbearbeitet. Das Ergebnis können die Lüdenscheider jetzt im Brighouse-Park bewundern¨– und bald ausprobieren. Die LN wünschen Hals- und Beinbruch!

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