Stolperfalle auf dem Weg zum Stern-Center

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Große Asphaltblasen sorgen derzeit für Stolpergefahr auf der Rathausbrücke.

Lüdenscheid - Sie ist nicht schön, aber nützlich: Die Rathausbrücke ist eine beliebte Abkürzung zwischen Stern-Center und Rathausplatz. Im Moment allerdings ist sie auch nicht ungefährlich: Schilder an den Zugängen warnen vor Stolpergefahr.

Denn große Blasen im Asphaltbelag verteilen sich über den Weg. Wer nicht aufpasst, wohin er tritt, gerät schnell ins Straucheln.

Anfang dieser Woche nun will der Stadtreinigungs- und Transportbetrieb etwas gegen die unerwünschten Ausbuchtungen unternehmen. „Wahrscheinlich war’s die Hitzeeinwirkung“, tippt STL-Chef Heino Lange auf eine direkte Folge der hohen Sommertemperaturen: „Jetzt müssen wir die Beulen wieder wegkriegen.“ 

Standardverfahren sei, dafür den Asphalt zu erhitzen und aufzuschneiden. Glück im Unglück: Im Haushalt sind für dieses Jahr ohnehin 75 000 Euro für die Brückensanierung eingestellt.

 Das sei von vornherein „keine ganz glückliche Baustelle“ gewesen, erinnert sich Lange an die recht lange Sanierungsgeschichte der Brücke, die ihre Glanzzeit als „La Luna“-Beleuchtungsobjekt bei den Lichtrouten 2009 gehabt haben dürfte.

Stärker im Gedächtnis ist die Reparaturanfälligkeit der Passage in luftiger Höhe geblieben. Denn auch mit den integrierten Heizschleifen gab es immer mal wieder Ärger. Da die zugige Brücke im Winter sehr schnell vereist, waren vor mehr als zehn Jahren wassergefüllte Heizschleifen eingebaut worden – „wie bei einer Fußbodenheizung“, erläutert Lange. Mittlerweile habe sich aber die Technik geändert, auch sei der Boden uneben und insgesamt wellig.

Obwohl die Heizung funktioniert, stelle sich somit die Frage: „Was machen wir mit der ganzen Brücke?“ Ob sich ein besserer, ein dünnerer Belag finden lasse, ob man künftig auf Strom statt Wasser beim Heizen setze – das wolle man nun klären.

Künftig soll die Brücke also optimiert werden. 2011, als sie monatelang gesperrt bleiben musste, weil der Weg durchs Stern-Center an der Stelle nicht möglich war, waren die Proteste groß. 2013/14 gelang es, die Beheizungsprobleme zu lösen, und mindestens so lange hoffen die Behindertenvertreter schon auf eine Möglichkeit, dass sich die Türen ins Center irgendwann automatisch öffnen lassen.

Es gibt also immer etwas zu tun. „Wir bleiben am Ball“, verspricht Heino Lange.

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