STL: Müllmann klagt gegen Entlassung

Lüdenscheid - Es ist kein Geheimnis: Beschäftigte des Stadtreinigungs- und Transportbetriebs (STL) müssen oft körperlich schwer arbeiten. Mitunter zu schwer? Dieser Meinung jedenfalls war in der Vergangenheit offenkundig ein STL-Mitarbeiter. Der Mann hatte dabei auch die Aufgabe, Bio-Mülltonnen zu schieben. Diese schweren Behälter allein mit Körperkraft zu bewegen, das sei auf Dauer ohne Gesundheitsrisiken aber kaum möglich. So die Sicht des Müllwerkers. Auch einen Arbeitsunfall soll er schon gehabt haben.

Aus Wut über die empfundene Überanstrengung soll der Mann dann den STL verunglimpft und in groben Worten auch mit einer Bedürfnisanstalt verglichen haben. Mehrfach und einmal auch in aller Öffentlichkeit unter Zeugen – mitten auf dem Rathausplatz nämlich.

Antwort des STL: erst eine Abmahnung und später dann – nach einem neuerlichen Vorfall – die fristlose Kündigung.

Das indes wollte sich der langjährige Mitarbeiter nicht gefallen lassen. Gestern trafen sich die beiden Seiten daher vor dem Arbeitsgericht wieder.

Bei der Verhandlung wiederholte der entlassene STL-Mann zwar den Vorwurf der zu schweren Arbeit. Seine Firma in Anwesenheit von Passanten beschimpft haben will er aber nicht. Auch die Härte der Kritik bestritt er. Gleichzeitig glaubt der Mann, dass seine Entlassung „provoziert“ worden sei. STL-Chef Heino Lange wies diesen Verdacht zurück. Eine von Richterin Eva Uebbert ins Spiel gebrachte gütliche Einigung fiel auf keinen fruchtbaren Boden. Entschieden wird nun bei einem weiteren Gerichtstermin im Februar.

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